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Neueste Meldung:

09.02.2012

Gülle aus Biogasanlagen wird Abfall

Bund und Länder finden einen Kompromiss im Abfallrecht. Danach gilt Wirtschaftsdünger, der in Biogasanlagen vergoren wird, künftig als Abfall. Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat einigte sich gestern nach langwierigen Verhandlungen auf einen Kompromiss im Abfallrecht. Damit ist der Weg dafür frei, dass das Kreislaufwirtschaftsgesetz in Kraft treten kann. Darin enthalten ist auch die Grundlage dafür, dass die Verwendung von Wirtschaftsdünger in Biogasanlagen ab 300 kW künftig als Abfall einzustufen ist. Laut dem Fachverband Biogas sind zwischen 800 und 1.200 der rund 6.000 Biogasanlagen, die in Deutschland am Netz sind, von der Regelung betroffen. Neue wie Altanlagen müssen die Einhaltung der Immissionsschutzregeln nachweisen und gegebenenfalls nachrüsten.

Die Bundesregierung kündigte im Vermittlungsausschuss jedoch an, dass sie eine Evaluation des Gesetzes innerhalb eines Jahres nach dem Inkrafttreten anstrebt. In dieser Zeit wird sich auch zeigen, wie streng die Behörden die neue Vorgabe für die Biogasanlagen auslegen. (Agrarzeitung)

06.02.2012

Optimale Versicherung für Ihre Rinderherde

Der Schmallenberg-Virus ist seit Sommer 2011 in mehreren Schaf-und Rinderbetrieben Nord-West-Deutschlands aufgetreten. Die Symptome sind u.a. Fieber, Appetitlosigkeit, Milchrückgang, Aborte und Durchfälle. Diese in unseren Breiten neue Krankheit ist ein gutes Beispiel für die klimabedingte Veränderung der Gefahrensituation Tierhaltungs-Betriebe.

Eine Absicherung durch die Tierseuchenkasse ist nicht gegeben, denn es handelt sich bei dem Schmallenberg-Virus nicht um eine anzeigepflichtige Tierseuche.

Ab sofort kann Ihnen in Zusammenarbeit mit namhaften Versicherern eine optimale Absicherungsmöglichkeit Ihrer Rinderherden angeboten werden.

Damit Sie Ihre Existenz-Risiken verringern und von einer individuell maßgeschneiderten Versicherung bestmöglich profitieren können, fordern Sie gern ein unverbindliches Angebot an.

06.02.2012

Erste Offshore-Windenergie-Messe in Deutschland

In Bremen findet Ende Juni 2012 zum ersten Mal die „Windforce“ in der Bremer Messehalle statt, eine Messe für die Offshore Windindustrie. Mehr als 50 Aussteller, darunter Firmen wie wpd offshore solutions, AREVA Wind, RWE Innogy und HOCHTIEF Solutions, haben bereits ihren Messestand gebucht.

Der Geschäftsführer der Offshore Wind Messe- und Veranstaltungs-GmbH, Jens Eckhoff ist der Meinung, dass die Resonanz der Aussteller bestätige, dass der Bedarf an einer Offshore-Windenergie-Messe in Deutschland groß ist.

Gleichzeitig mit der Messe findet zum achten Mal die jährliche Offshore-Konferenz der Windenergie-Agentur WAB im Rahmen der Messe statt. Ronny Meyer, Geschäftsführer der WAB, betonte, dass die Konferenz sich binnen acht Jahren zum Brachentreffpunkt für die Offshore-Industrie entwickelt hat. Durch die Erweiterung mit der Messe sei die geballte Offshore-Kompetenz vor Ort, was eine tolle Entwicklung sei.  (Top Agrar)

03.02.2012

Rentenbank senkt Zinsen

Die Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt a.M., senkt die Zinssätze ihrer Förderkredite um 0,20 Prozentpunkte (nominal). Sie reagiert damit auf die Zinsentwicklung an den Kapitalmärkten. In der günstigsten Preisklasse (A) liegt der Zins für Förderkredite an Junglandwirte mit einer Laufzeit von zehn Jahren und 10-jähriger Zinsbindung den Angaben zufolge jetzt bei effektiv 2,47 Prozent und 1,91 Prozent bei 5-jähriger Zinsbindung. Zum günstigen Zins werden auch nachhaltige Investitionen finanziert, zum Beispiel in den Umwelt- und Ressourcenschutz, den Verbraucherschutz oder im Sektor Bioenergie.

Die Programmkredite der Förderbank für die Agrarwirtschaft dürfen neben anderen öffentlichen Mitteln, beispielsweise Zuschüsse, eingesetzt werden, soweit die von der EU vorgegebenen Beihilfeobergrenzen eingehalten werden. Wie bei den Darlehen der Rentenbank üblich, sind die Kreditanträge an die Hausbank zu richten. In Abhängigkeit von der Bonität und der Werthaltigkeit der Sicherheiten nehmen die Hausbanken auch die Einstufung in die jeweilige Preisklasse vor.  (Agrarzeitung)

31.01.2012

*** az fördert junge Agrarmanager ***

Die „agrarzeitung" vergibt ein Stipendium Food- and Agribusiness Management an der Private University in Göttingen (PFH). Gefördert werden junge Agrarmanager, die neben dem Job eine fundierte Zusatzqualifikation erwerben wollen. Der Bachelor- oder Masterstudiengang der PFH macht motivierte Berufstätige fit für das internationale Agribusiness. In dem Spannungsfeld zwischen wachsender Weltbevölkerung, dem zunehmenden Wunsch nach veredelter Nahrung und schrumpfenden Produktionsfaktoren werden Agrarmanager mit einem fachübergreifenden Know-how zu Schlüsselfiguren.

Das englischsprachige Lehrangebot zeichnet sich durch eine hohe Praxisorientierung und kleine Lerngrupppen aus. Vermittelt werden Basiskenntnisse der landwirtschaftlichen Produktionsprozesse, vertieftes Managementwissen sowie rechtliche, ökonomische, finanzielle und ethische Aspekte der internationalen Lebensmittel- und Agrarwirtschaft. Renommierte Mentoren begleiten darüber hinaus die Studierenden sowohl während des Studiums als auch auf dem weiteren beruflichen Weg. Stipendiaten haben die Wahl zwischen einem Fern- und einem Präsenzstudium.

Bewerben können sich Interessenten mit einem ersten Hochschulabschluss oder nach einer kaufmännischen Ausbildung. Sie sollten zwei Jahre Berufserfahrung vorweisen können. Eine Jury, bestehend aus der Chefredaktion der „agrarzeitung" und der Hochschulleitung der PFH Private University in Göttingen, wählt Kandidaten für das Stipendium aus. Einsendeschluss für die Bewerbungsunterlagen einschließlich einer Begründung an die Chefredaktion der agrarzeitung ist der 26. März 2012. Die Unterlagen gehen an:

'agrarzeitung', Frau Dr. Angela Werner

Mainzer Landstraße 251, 60326 Frankfurt am Main

 (Agrarzeitung)

30.01.2012

Thüringer Landtag lehnt Kappung ab

Die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag sieht Änderungsbedarf bei den Vorschlägen zur Agrarpolitik nach 2013. Abgeordnete befürchten den Verlust von Arbeitskräften. "Wir wehren uns gegen eine Benachteiligung der Agrarstruktur in den neuen Ländern", sagte der agrarpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Egon Primas, vor dem Landtag in Erfurt. Primas betonte erneut seine Forderung, die künftige Förderpolitik der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach dem Grundsatz „Öffentliches Geld für öffentliche Leistungen" auszurichten. Obergrenzen bei den Direktzahlungen würden bedingungslos abgelehnt. Diese Erklärung hatten bereits bei der Agrarministerkonferenz im Herbst 2011 die Länder Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt in einer Protokollnotiz zum AMK-Beschluss abgegeben. Jeder bewirtschaftete Hektar müsse der EU-Kommission gleich viel wert sein unabhängig von der Betriebsgröße. Die Agrarstruktur in Ostdeutschland dürfe nicht diskriminiert werden, lautet das Credo der drei Bundesländer.

Komme es zu einer Degression und Kappung der Direktzahlungen wie sie die Pläne der GAP-Reform vorsehen, befürchtet Primas den Verlust von Arbeitsplätzen und Viehbeständen. In seiner Rede vor dem Landtag rief der CDU-Abgeordnete Bund und Länder zur Geschlossenheit auf, um in Brüssel mit einer Stimme zu sprechen. Das Parlament in Thüringen hat einen Antrag angenommen, die Aktivitäten der CDU/SPD-Landesregierung in den Reformverhandlungen zu unterstützen. (Agrarzeitung)

19.01.2012

Bundesrechnungshof will Pauschalierung abschaffen

Der Bundesrechnungshof stellt „erhebliche Defizite" bei der pauschalen Besteuerung in der Land- und Forstwirtschaft fest. Die Besteuerung ist seiner Ansicht nach zu niedrig. Die Behörde erinnert daran, dass sie bereits 1995 eine „zutreffende und gerechte Besteuerung kleinerer Land- und Forstwirte" angemahnt habe. Daraufhin sei die Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen geändert worden. Die damaligen Ziele seien jedoch nicht erreicht worden, urteilt der Bundesrechnungshof. In seinem in dieser Woche  veröffentlichten Bericht stellt er fest, dass keine Vereinfachung eingetreten sei. Als Hauptursache nennt er die „nicht mehr zeitgemäße Anbindung der Gewinnfeststellung an die  Einheitsbewertung". Die steuerlichen Gewinne, die sich aus einer Ermittlung nach Durchschnittswerten ergeben, fallen nach der Analyse des Bundesrechnungshofes durchgehend zu niedrig aus. Er empfiehlt daher, die Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen abzuschaffen. (Agrarzeitung)

17.01.2012

Auch Landwirte dürfen Wärme ins Netz einspeisen

Fernwärme dürfen künftig auch andere Anbieter liefern, das hat das Bundeskartellamt verfügt. So muss Hamburgs Energiemonopolist Vattenfall nun seine Netze öffnen, berichtet die taz. Damit hätte künftig jeder Anbieter von Fernwärme Anspruch darauf, ähnlich wie beim Strom seine Fernwärme in das Netz des Konzerns einzuspeisen. "Dritte können also Abnehmer im Netzgebiet von Vattenfall mit Wärme beliefern", heißt es in dem Beschluss. "Das ist ein großer Erfolg für die Verbraucher", sagt Günter Hörmann von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Auch in anderen Städten und Landkreisen könnten sich nun Energieunternehmen gegenüber dem örtlichen Netzbetreiber darauf berufen. "Das ist ein Sprengsatz für den verkrusteten Fernwärmemarkt", sagt Hörmann. Im November 2011 hatten die Verbraucherschützer beim Bundeskartellamt Beschwerde gegen Vattenfall wegen vermuteter Verstöße gegen das Wettbewerbs- und Kartellrecht eingelegt. Anders als bei Strom und Gas bestehe hier ein Monopol. Die Kunden könnten nicht zwischen mehreren Anbietern wählen und seien somit "dem Wärmelieferanten ausgeliefert". (DLZ)

16.01.2012

CDU-Politiker greifen erneut das EEG an

Zum wiederholten Male nimmt der Wirtschaftsflügel der Union Anlauf, um das EEG radikal umzubauen. Das geht aus einer Meldung von Focus Online hervor.

Am Wochenende war auf der Internetseite des Magazins sinngemäß zu lesen: Die garantierte Abnahme des Stromes im EEG soll nach dem Willen der CDU-Politiker fallen. Stattdessen wollen sie den Bau von Solar-, Biogas- und Windkraftanlagen nur noch dort zulassen, wo die Stromnetze nicht überlastet sind oder gleichzeitig ausgebaut werden. Der Wirtschaftsflügel geht sogar noch einen Schritt weiter und schlägt außerdem vor: Sollten Kraftwerke bei Engpässen im Netz abgeschaltet werden, erhalten deren Betreiber anders als bisher keine oder nur noch eine sehr geringe Entschädigung.

Der Umweltflügel der CDU reagiert alles andere als erfreut auf die Vorschläge. Der Focus zitiert unter anderem die CDU-Umweltexpertin Marie-Louise Dött: „Die Vorschläge im Papier sind für uns von erheblicher Relevanz, weil erhebliche Eingriffe in den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien vorgeschlagen werden."  Die Vorschläge liefen Beschlüssen der eigenen Arbeitsgruppe zuwider, heißt es weiter. (Top Agrar)

13.01.2012

BVVG erzielt hohen Überschuss

Boden bleibt ein begehrtes Gut. Die Verkaufshandlungen zwischen landwirtschaftlichen Betrieben und der BVVG verlaufen weitaus harmonischer als in den Vorjahren. Die Preise für landwirtschaftliche Flächen in Ostdeutschland steigen weiter. Die Bodenverwertungs- und verwaltungs GmbH (BVVG) nennt für das Jahr 2011 heute in Berlin einen durchschnittlichen Kaufpreis für Agrarflächen in Höhe von 12.640 €/ha, das sind rund 2.220 €/ha mehr als noch im Jahr 2010. Die höheren Verkaufserlöse spülten auch mehr Geld in die Bundeskasse. Insgesamt kann die BVVG an den Bund für das Jahr 2011 einen Überschuss von 597 Mio. € überweisen, weit mehr als noch vor einem Jahr erwartet.

Insgesamt hat die BVVG im Berichtsjahr 51.700 ha Land- und Forstflächen verkauft. Als eine Besonderheit bezeichnete BVVG-Geschäftsführer Dr. Wilhelm Müller den hohen Anteil an Verkäufen von Agrarflächen zum Verkehrswert. Sehr viele Landwirte in Ostdeutschland haben die Möglichkeit genutzt und direkt Flächen von der BVVG zum Verkehrswert gekauft. Der Pachtzins bei der BVVG kostete im Jahr 2011 durchschnittlich 282 (2010: 271) €/ha für Neupachten und für Bestandspachten 250 (205) €/ha. Müller wies darauf hin, dass die BVVG Acker- und Grünland nahezu vollständig an ortsansässige Landwirtschaftsbetriebe verkauft habe. Für Investoren sei der Erwerb von Flächen zunehmend uninteressant. Sie kauften eher ganze Betriebe, worauf die BVVG keinen Einfluss habe. Wenig spektakulär verläuft auch der begünstigte Flächenerwerb von Alteigentümern, den das Flächenänderungsgesetz seit Frühjahr 2011 vorsieht. Zurzeit liegen zwar rund 2.300 zu bearbeitende Anträge von Alteigentümern vor, doch seien nur 20 Prozent der Anträge vollständig. (Agrarzeitung)

10.01.2012

Rentenbank senkt Zinsen

Die Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt a.M., senkt die Zinssätze ihrer Förderkredite um 0,30 Prozentpunkte (nominal). Sie reagiert damit auf die Zinsentwicklung an den Kapitalmärkten. In der günstigsten Preisklasse (A) liegt der Zins für Förderkredite an Junglandwirte mit einer Laufzeit von zehn Jahren und 10-jähriger Zinsbindung den Angaben zufolge jetzt bei effektiv 2,63 Prozent und 2,12 Prozent bei 5-jähriger Zinsbindung. Zum günstigen Zins werden auch nachhaltige Investitionen finanziert, zum Beispiel in den Umwelt- und Ressourcenschutz, den Verbraucherschutz oder im Sektor Bioenergie.

Die Programmkredite der Förderbank für die Agrarwirtschaft dürfen neben anderen öffentlichen Mitteln, beispielsweise Zuschüsse, eingesetzt werden, soweit die von der EU vorgegebenen Beihilfeobergrenzen eingehalten werden. Wie bei den Darlehen der Rentenbank üblich, sind die Kreditanträge an die Hausbank zu richten. In Abhängigkeit von der Bonität und der Werthaltigkeit der Sicherheiten nehmen die Hausbanken auch die Einstufung in die jeweilige Preisklasse vor. (Agrarzeitung)

10.01.2012

Neues Aufbereitungsverfahren für Gärsubstrate getestet

Biertreber und Mühlennebenprodukte können auch als Gärsubstrate für Biogasanlagen genutzt werden. Wegen der schwer abbaubarer Inhaltsstoffe verursachen sie jedoch hohe Verweilzeiten und geringe Gasausbeuten in normalen Biogasanlagen. An der Technischen Universität (TU) München wurden nun ein Verfahren gestestet,  mit dem sich sowohl Verweilzeit als auch Biogasausbeute weiter verbessern lassen.

Wichtig ist dabei die Zerkleinerung und Feinvermahlung der Stoffe. So entstehen Partikelgrößen im Mikrometerbereich, die in Kombination mit speziell angepassten Mikroorganismen ein gutes Gärverhalten ermöglichen. Die ersten Ergebnisse sind viel versprechend, weitere Forschungen laufen bereits. Die für 2013 erwarteten Ergebnisse könnten vor für kleinere und mittleren lebensmittelproduzierenden Unternehmen neue Märkte eröffnen, indem sie ihre Abfälle an Biogasanlagen weiterverkaufen. (Top Agrar)

09.01.2012

Photovoltaik boomt weiter

Im vergangenen Jahr wurden Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von insgesamt rund 7.500 MW neu installiert, schätzt die Bundesnetzagentur. Auf der Basis der neu gemeldeten PV-Leistung ermittelt die Agentur die Degressions- und Vergütungssätze für neu in Betrieb gehende PV-Anlagen. Neue Degressions- und Vergütungssätze gelten für Anlagen, die ab dem 1. Juli 2012 in Betrieb gehen. Für deren Ermittlung dient die gemeldete Leistung von Oktober 2011 bis April 2012.

Um eine maximale Degression von 15 Prozent zum 1. Juli zu erreichen, müssten der Bundesnetzagentur für Januar bis April 2012 voraussichtlich nur noch etwa 225 MW neue PV-Leistung gemeldet werden, so Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur. Trotzdem erwartet er zukünftig einen Zubauboom. Grund dafür sei, dass die Preise für PV-Anlagen schneller fallen als die Fördersätze gekürzt werden. (dlz)

09.01.2012

EU-Kommission erwartet stabile Preise für Agrarrohstoffe

Optimistisch geht die Generaldirektion für Landwirtschaft der EU-Kommission ins neue Jahr. Nach einer kürzlich veröffentlichten Studie sollen die Preise für Getreide, Ölsaaten und Zucker bis 2020 stabil bleiben. Die Analysten der Kommission begründen dies vor allem mit der steigenden Nachfrage für Biokraftstoffe und Biomasse. Die Erzeugung von Schweine- und Geflügelfleisch soll bis 2020 um 3,6 Prozent ansteigen, die Produktion von Rindfleisch dagegen um 1,3 Prozent zurückgehen. Dies liege an den sich ändernden Verzehrgewohnheiten. Die Einkommensentwicklung der Landwirte in West- und Osteuropa wird unterschiedlich eingeschätzt.

In den als EU-12 bezeichneten neuen EU-Mitgliedstaaten werden die Einkommen pro Arbeitskraft bis 2020 um 35 Prozent ansteigen, weil es dort noch Einsparungspotenzial gebe. In der alten EU-15 sollen die Einkommen pro Arbeitskraft dagegen nur um 3,5 Prozent bis 2020 ansteigen. (Agrarzeitung)

03.01.2012

DLG-Wintertagung: Das Zukunftsforum für die Landwirtschaft

Im Mittelpunkt "Welternährung - Welche Verantwortung hat Europa?" - Über 1.000 Teilnehmer erwartet - Vom 10. bis 12. Januar 2012 in Münster/Westfalen.

In der kommenden Woche steht die westfälische Metropole Münster im Blickpunkt der Landwirte aus ganz Deutschland: Vom 10. bis 12. Januar 2012 führt die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) ihre traditionelle Wintertagung im Congress Centrum an der Halle Münsterland durch. Mit ihren zahlreichen öffentlichen Tagungen und Diskussionsrunden bringt sie eine Standortbestimmung für das neue Jahr und setzt als Zukunftsforum entscheidende Akzente für die Land- und Ernährungswirtschaft. Das Interesse an dieser ersten großen Veranstaltung der Agrarwirtschaft im Jahr 2012 ist außerordentlich hoch, die DLG rechnet mit mehr als 1.000 Teilnehmern. Die Veranstaltung ist öffentlich, die Teilnahme ist kostenlos.

Höhepunkt wird die große Vortragsveranstaltung am Donnerstag, dem 12. Januar 2012, sein. Sie steht unter dem Generalthema „Welternährung – Welche Verantwortung hat Europa?“. Hunger ist heute für eine Milliarde Menschen tägliche bittere Realität. Gleichzeitig wächst die Weltbevölkerung dramatisch weiter. Deutschland und Europa mit ihren fruchtbaren, leistungsstarken Kulturlandschaften stehen in der Verantwortung, einen substanziellen Beitrag zur weltweiten Ernährungssicherung zu leisten. Wie muss sich die Agrarbranche in Produktion, Forschung, Politik und Gesellschaft positionieren? Antworten auf diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung, die von DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer um 9.00 Uhr eröffnet und mit einer Grußansprache vom Parlamentarischen Staatssekretär des Bundeslandwirtschaftsministeriums Peter Bleser fortgesetzt wird. Der Göttinger Agrarökonom Prof. Dr. Matin Qaim wird anschließend aufzeigen, wie die weltweite Ernährungssicherung gelingen kann. Über die Rahmenbedingungen und die Erfolgsfaktoren für die Landwirtschaft in Schwellen- und Entwicklungsländern wird die Präsidentin der Deutschen Welthungerhilfe Bärbel Dieckmann informieren. Zur politischen Dimension des internationalen Agrarhandels und zur Rolle Europas auf dem Weltmarkt wird Martin Häusling, Mitglied des Europäischen Parlaments in Brüssel, Stellung nehmen. Schließlich wird der niedersächsische Landwirt Arndt von der Lage aus Friesoythe seine Position als Veredeler auf den Weltmärkten vorstellen. Eine Podiumsdiskussion unter der Leitung von TV-Moderatorin Conny Czymoch mit den Rednern und DLG-Präsident Bartmer beschließt die Veranstaltung.

Weitere öffentliche Veranstaltungen zu aktuellen Themen aus Pflanzenbau, Milch-, Schweine- und Geflügelproduktion, Betriebsführung, Forstwirtschaft und Ökolandbau finden bereits am 10. und 11. Januar 2012 im Congress Centrum an der Halle Münsterland  statt.

Interessenten erhalten weitere Informationen zur Wintertagung 2012 bei der DLG, Tel.: 069/24788-201 bzw. -203, Fax: 069/24788-112 oder E-mail: info@DLG.org. Ausführliche Informationen sind auch im Internet unter www.DLG.org/Wintertagung zu finden. (DLG)

02.01.2012

KfW will Energiewende stärker unterstützen

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) legt im Rahmen des „KfW-Aktionsplans Energiewende“ neue Finanzierungsangebote auf, mit denen der Umbau der Energieversorgung beschleunigt werden soll.
Dafür stehen ab dem 1. Januar 2012 Mittel bereit, um beispielsweise die Energieeffizienz und -erzeugung in Betrieben zu verbessern sowie Weiterentwicklungen von Technologien zu fördern. Bisher hat die KfW vor allem Offshore-Windparks, energieeffizientes Bauen und Sanieren von Wohngebäuden unterstützt. Auch Kommunen, die in regenerative Energien investieren wollen, zählen zu ihren Kunden, berichtet das Internetportal solarserver.de.
Wichtige Maßnahmen des neuen Aktionsplans sind zum Beispiel:
- Im Rahmen des Programms Erneuerbaren Energien wird der Kredithöchstbetrag auf 25 Millionen Euro erhöht. Damit können beispielsweise Onshore-Windparks noch besser unterstützt werden.
- Größere Innovationsvorhaben zur Energieeinsparung, -erzeugung, -speicherung und -übertragung erhalten ebenfalls Fördergelder von bis zu 25 Millionen Euro.
- Auch größere Unternehmen mit bis zu 3 Milliarden Euro Umsatz können Förderungen erhalten, wenn sie ihre Energieeffizienz steigern wollen.
(Top Agrar)

30.12.2011

Neue Vergütungssätze für Biogas

Das novellierte Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) tritt am 1. Januar 2012 in Kraft. Die Vergütungssätze werden neu festgelegt. Bereits im Sommer hat die Bundesregierung das novellierte EEG ab 2012 auf den Weg gebracht. Das EEG 2012 regelt die Biogas-, Solar- und Windkraftförderung. Kleine Biogasanlagen profitieren von dem neuen EEG, für mittlere Anlagen ab 150 KW sind die neuen Vergütungssätze weniger attraktiv. Im Vergleich zum bisherigen EEG, das seit 2009 galt, werden die Bonuszahlungen für nachwachsende Rohstoffe und Gülle durch zwei Rohstoffvergütungsklassen ersetzt. Außerdem gibt es eine Grenze für den Maiseinsatz in Biogasanlagen von 60 Masseprozent. Auch muss ein Nutzungskonzept für 60 Prozent der anfallenden Wärme für die Vergütung vorliegen. Für Tierhalter könnte sich der Bau einer kleinen 75 KW-Anlage lohnen, wenn diese mindestens 80 Prozent Gülle oder Mist einsetzen. Diese Anlagen erhalten eine besondere Vergütung von 25 Cent/KW. Die neuen Vergütungssätze gelten nur für Biogasanlagen, die ab 2012 in Betrieb gehen. (Agrarzeitung)

23.12.2011

Neue Regeln und Gesetze: Das gilt 2012

Im neuen Jahr treten zahlreiche Änderungen in Kraft: Neue Regeln bei der Lebensmittelkennzeichnung, Verbesserungen beim Tierschutz, Umstellungen in der Agrarförderung oder mehr Rechte für Stromkunden. Das Bundesagrarministerium hat die wichtigsten Neuerungen zusammengefasst:

Entkopplung von EU-Beihilfen für die Erzeugung und Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse
Mit dem Jahr 2012 entfallen in Deutschland nun auch die letzten, noch an die Produktion gekoppelten EU-Beihilfen. Hierbei handelt es sich um Erzeugerbeihilfen für Stärkekartoffeln, Eiweißpflanzen und Schalenfrüchte sowie um Verarbeitungsprämien für Flachs, Hanf, Trockenfutter, Kartoffelstärke. Das dafür bisher verwendete Prämienvolumen wird in die EU-Betriebsprämienregelung einbezogen und führt zur Erhöhung der Werte der Zahlungsansprüche für alle Flächen bewirtschaftenden Betriebe – unabhängig von der Art der landwirtschaftlichen Produktion. Als Vorreiter in der Europäischen Union geht Deutschland somit mit vollständig entkoppelten Prämien in die Diskussion um die Agrarreform, so das Agrarministerium.

Steigerung des Einsatzes erneuerbarer Energien

Am 1. Januar 2012 tritt das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Kraft. Ziel ist, den Einsatz erneuerbarer Energien im Strombereich weiterhin zu steigern, die Vergütungsstrukturen des bisherigen EEG 2009 an die aktuellen Entwicklungen anzupassen und effektive Technologien stärker zu fördern. Änderungen im Bereich Bioenergie betreffen vor allem die Biogasanlagenbetreiber. Die neue Vergütungsstruktur gilt für alle Neuanlagen ab 2012, für Bestandsanlagen gelten die Regelungen des EEG 2009.
Im Bereich Bioenergie werden laut BMELV insbesondere Anreize für die verstärkte und sinnvolle Verwendung von Abfall- und Nebenprodukten in Biogasanlagen geschaffen und Alternativen zu den bisher bevorzugten Gärsubstraten wie Mais künftig zusätzlich gefördert. Eine Begrenzung von Mais und Getreidekorn im Gärsubstrat soll unerwünschte Nebenwirkungen auf Fruchtfolge, Bodenmarkt und Landschaftsbild begrenzen. Besonders hervorzuheben sei die Einführung einer Sondervergütungsklasse für kleine standortangepasste 75 kW Biogasanlagen, die vornehmlich Gülle einsetzen.

Eier aus konventioneller Käfighaltung sind EU-weit verboten
Ab 1. Januar 2012 wird es in der EU nicht mehr erlaubt sein, Eier aus konventionellen Käfighaltungen zu vermarkten. Deutschland hatte die Batterie-Käfighaltung bereits zwei Jahre früher abgeschafft  – zum Stichtag 1. Januar müssen alle EU-Staaten nachziehen.  Zu dem europaweiten Verbot gehört, dass Eier von Legehennen, die in konventionellen Käfigen gehalten werden, weder innerhalb des Binnenmarktes noch national vermarktet werden dürfen, auch nicht in verarbeiteten Lebensmitteln.
Alle EU-Mitgliedstaaten müssen den Ausstieg aus der konventionellen (eigentlich) Legehennenhaltung fristgerecht bis Ende 2011 vollziehen. Da dies viele EU-Länder nicht umsetzen und Brüssel ihnen entgegenkommen will, pocht das Agrarministerium weiter auf eine konsequente Umsetzung des geltenden Rechts. Notfalls müsse es Strafzahlungen geben. Die EU-Kommission habe jedenfalls angekündigt, die Einhaltung des Verbots streng zu überwachen und Verstöße zu ahnden.

Förderung über GAK nur noch für kleine Betriebe und Kleinstunternehmen
Zum 4. Januar 2012 wird es eine Änderung im Rahmen der „Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz“ (GAK) in den Grundsätzen für die Förderung zur Marktstrukturverbesserung geben. Sie wird bewirken, dass eine Förderung von Investitionen im Schlachtbereich über die GAK nur noch für Kleinst- und kleine Unternehmen möglich ist, d.h. Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten oder mit einem Jahresumsatz der unter 10 Mio. Euro liegt. Damit wird die Förderung mehr auf handwerkliche Unternehmen konzentriert, die stärker auf die Versorgung regionaler Märkte, kurze Wege und regionale Wertschöpfungsketten setzen.

Verbesserungen beim Tierschutz
2012 stehen laut BMELV konkrete Verbesserungen für den Tierschutz in Deutschland an. So soll das nationale Tierschutzrecht geändert werden. Darin sind wesentliche Verbesserungen in unterschiedlichen Bereichen der Nutztierhaltung vorgesehen. Dazu gehört der Ausstieg aus der betäubungslosen Kastration von Ferkeln. Auch die Ausnahmeregelung im Tierschutzgesetz zur Kennzeichnung von Pferden mit Schenkelbrand soll gestrichen werden.
Neu formuliert wird das Qualzuchtverbot: Das Agrarministerium plant ein Ausstellungsverbot für Tiere mit Qualzuchtmerkmalen gesetzlich zu verankern. Darüber hinaus sollen Halter von Nutztieren zu Erwerbszwecken künftig bei der Sicherstellung des Tierschutzes stärker in die Pflicht genommen werden und müssen Kontrollsysteme etablieren.
Der Tierschutz soll für die Verbraucher in Deutschland transparenter werden: Auf europäischer Ebene denkt Bundesagrarministerin Ilse Aigner an die Einführung eines europäischen Tierschutz-Labels, das ähnlich dem Biosiegel ist. Damit sollen die Verbraucher Produkte klar erkennen können, bei deren Erzeugung deutlich höhere als die gesetzlichen Mindeststandards eingehalten worden sind.

Neues EU-Bio-Logo
Alle vorverpackten Bio-Lebensmittel müssen spätestens ab 1. Juli 2012 mit dem neuen EU-Gemeinschaftslogo für ökologische Produkte gekennzeichnet werden. Dies ergibt sich aus dem Ende einer Übergangregelung, nach der Hersteller von Bio-Produkten ihr noch vorhandenes Verpackungsmaterial aufbrauchen dürfen. Das EU-Bio-Logo soll jedoch nichts an der Nutzung des etablierten deutschen Bio-Siegels ändern. Das Bio-Siegel könne weiterhin unverändert, auch zusammen mit dem EU-Bio-Logo, verwendet werden, heißt es aus Berlin. Vorverpackte Bio-Lebensmittel, die nach den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau hergestellt werden, müssen grundsätzlich bereits seit dem 1. Juli 2010 mit dem EU-Bio-Logo gekennzeichnet werden.

Irreführende Werbeaussagen werden verboten
Die europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat gesundheitsbezogene Werbeaussagen zu Lebensmitteln bewertet, die die Hersteller eingereicht hatten. Für etwa 80 % dieser Behauptungen konnte kein wissenschaftlicher Nachweis über die angebliche Wirkung erbracht werden. Eine Liste mit den zulässigen Werbeaussagen wird voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2012 in Kraft treten. Alle weiteren Werbeaussagen, die nicht auf der EU-weit gültigen Liste stehen, werden mit einer Übergangsfrist von sechs Monaten verboten
.

Neue Höchstgehalte für schädliche Stoffe in Lebensmitteln
Für bestimmte Inhaltsstoffe in Lebensmitteln werden die Höchstgehalte an den wissenschaftlichen Erkenntnisstand angepasst und überarbeitet. Zum Teil werden auch erstmals Höchstgehalte festgesetzt:
Polyaromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)
Ab 1. September 2012 gelten überarbeitete und zum Teil neue Höchstgehalte für polyaromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). PAK entstehen z.B. beim Räuchern oder Grillen. Erstmals wird 2012 ein PAK-Höchstgehalt für gegrilltes Fleisch festgesetzt. Es darf dann nicht mehr als 5,0 Mikrogramm der Einzelsubstanz Benz(a)pyren pro Kilogramm Fleisch enthalten, bzw. nicht mehr als 30 µg/kg an Benz(a)pyren und drei weiteren PAKs in Summe.
Nitrat
Ab 1. April 2012 gibt es erstmals einen Höchstgehalt für Nitrat in Rucola. Ein Kilogramm Rucola, das im Winter geerntet wird, darf dann nicht mehr als 7000 Milligramm Nitrat enthalten. Im Sommer geernteter Rucola darf höchstens 6000 mg/kg Nitrat enthalten. Hintergrund für die saisonal unterschiedlich geltenden Höchstmengen ist die Tatsache, dass Licht die Nitratgehalte reduziert.
Dioxine und PCB
Die EU-Höchstgehalte für Dioxine und dioxinähnliche PCB wurden überarbeitet. Sie treten zum 1.1.2012 in Kraft. Dabei wurden erstmals Höchstgehalte für Säuglings- und Kleinkindernahrung festgelegt. Ab dem 1.1.2012 gelten auch erstmals europäische Summenhöchstgehalte für nichtdioxin-ähnliche PCB in verschiedenen tierischen Lebensmitteln.

Schnellerer Wechsel des Versorgers
Die Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) sieht vor, dass ein Wechsel des Strom- und Gasanbieters ab 1. April 2012 innerhalb von drei Wochen möglich ist, wobei diese Frist dann beginnt, wenn der neue Anbieter den Wechsel beim Netzbetreiber anmeldet. Der Energielieferant muss gegebenenfalls beweisen, dass er die Nichteinhaltung der Drei-Wochen-Wechselfrist nicht zu vertreten hat. Der neue Liefervertrag und damit die Versorgung des Kunden kann dann an jedem beliebigen Werktag beginnen. Damit soll der Lieferantenwechsel für die Verbraucher einfacher und schneller werden.

Bessere Informationen für Stromkunden
Ab 1. Februar 2012 sind Stromanbieter nach dem geänderten EnWG verpflichtet, die Verbraucher in einfacher und verständlicher Weise über ihre Rechte zu informieren. Somit müssen Rechnungen und Verträgen umfassendere Informationen, wie zum Beispiel Hinweise zur Vertragsdauer, die geltenden Preise, den nächstmöglichen Kündigungstermin und die Kündigungsfrist sowie den ermittelten Verbrauch enthalten.
Zudem gewährleistet das novellierte EnWG dem Verbraucher spätestens sechs Wochen nach Beendigung des Abrechnungszeitraums einen Anspruch auf eine Rechnung. Beschwerden von Verbrauchern müssen durch die Energieunternehmen und Messstellenbetreiber innerhalb von vier Wochen beantwortet werden.

(Top Agrar)

14.12.2011

Widerspruch gegen Prämienzahlung einlegen

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) prüft derzeit, ob die im Jahr 2008 beschlossene Kürzung von Agrarsubventionen mit europäischem Recht vereinbar ist. Landwirtschaftliche Unternehmen können gegen Auszahlungsbescheide Widerspruch einlegen. Um mögliche Rechtsverluste zu vermeiden, empfiehlt der Bauernverband in Thüringen seinen Mitgliedern, gegen die diesjährigen Auszahlungsbescheide zur Betriebsprämie innerhalb der Monatsfrist Widerspruch einzulegen. Betroffen sind alle Betriebe, deren Zahlungen gekürzt wurden.
Hintergrund ist ein laufendes Verfahren beim EuGH in Luxemburg. Das Gericht muss entscheiden, ob die höhere Kürzung von Subventionen, welche im Health-Check der Gemeinsamen Agrarpolitik im Jahr 2008 beschlossen wurde, mit europäischem Recht vereinbar ist. Ende September hatte das Verwaltungsgericht in Frankfurt/Oder die Klage von landwirtschaftlichen Betrieben gegen die allgemeine und progressive Modulation dem EuGH zur Entscheidung eingereicht. Die Betriebe berufen sich darauf, dass der Vertrauensschutz missachtet wurde, da die höheren Kürzungssätze nachträglich eingeführt wurden.
Von der seit dem Jahr 2009 bestehenden Regelung zur schrittweisen Erhöhung der Modulation von 5 auf 10 Prozent bis 2012 sind alle landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland mit Direktzahlungen von mehr als 5.000 € betroffen. Der Bauernverband in Thüringen und auch der Deutsche Bauernverband (DBV) verlangen nun von Bund und Ländern eine Erklärung über das weitere Vorgehen. Nach Auffassung der Verbände sollen die Auszahlungsbescheide von Amts wegen zugunsten der Landwirte korrigiert werden. Solange jedoch Bund und Länder keine Erklärung abgeben, müssten die Betriebsleiter nun selbst entscheiden, ob sie aus Sicherheitsgründen gegen die Auszahlungsbescheide Widerspruch einlegen oder klagen wollen. Mit einer Entscheidung des EuGH ist frühestens im Jahr 2013 zu rechnen. (Agrarzeitung)

14.12.2011

Agrar-Karrieretag Bonn: Jobinformationen aus erster Hand

Die Agrarwirtschaft sucht qualifizierten Nachwuchs. Auf dem Agrar-Karrieretag in Bonn hatten Studenten und Unternehmen heute Gelegenheit zum Kennenlernen. An Universitäten gebe es oftmals einen „Spagat" zwischen Wissenschaft und Praxis, sagte Prof. Karl Schellander, Dekan der Landwirtschaftlichen Fakultät in Bonn. Deshalb begrüße er die direkte Kommunikation zwischen Studierenden und Unternehmen auf dem Agrar-Karrieretag in Bonn. Zu diesem hatte die agrarzeitung (az) in Kooperation mit der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und dem VDL Berufsverband Agrar Ernährung Umwelt eingeladen. Studenten hatten im Gespräch mit Unternehmensvertretern die Möglichkeit, aus erster Hand Informationen zum Berufseinstieg zu erhalten. In Vorträgen stellten sich die Unternehmen und ihre Branche vor und gaben Tipps zu Praktikum, Trainee-Programmen oder Direkteinstieg. Das Spektrum der vertretenen Unternehmen reichte von Agrarhandel, Pflanzenschutz und Fleischveredlung bis hin zu Tierernährung und Saatgut. (Agrarzeitung)

13.12.2011

Rentenbank senkt Zinsen

Die Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt am Main, hat die Zinssätze ihrer Förderkredite entsprechend der Zinsentwicklung an den Kapitalmärkten um bis zu 0,25 Prozentpunkte (nominal) gesenkt.
Die Programmkredite der Förderbank für die Agrarwirtschaft dürfen neben anderen öffentlichen Mitteln, z. B. Zuschüssen, eingesetzt werden, soweit die von der EU vorgegebenen Beihilfeobergrenzen eingehalten werden. Bei allen Förderdarlehen der Rentenbank sind die Kreditanträge an die Hausbank zu richten. In Abhängigkeit von der Bonität und der Werthaltigkeit der Sicherheiten nehmen die Hausbanken auch die Einstufung in die jeweilige Preisklasse vor.
Service-Nummer Kreditanfragen: 069/2107-700. (Top Agrar)

12.12.2011

Agrar-Karrieretag Göttingen: Student trifft Unternehmen

Die Berufsaussichten in der Agrarwirtschaft sind gut. Qualifizierte Absolventen werden vor allem im Vertrieb gesucht. „Der Agrarsektor bietet derzeit hervorragende Möglichkeiten", sagte Prof. Achim Spiller, Dekan der Universität Göttingen, heute auf dem Agrar-Karrieretag. Zu diesem hatte die agrarzeitung (az) in Kooperation mit der Universität Göttingen und dem VDL Berufsverband Agrar Ernährung Umwelt eingeladen. Zahlreiche Vertreter namhafter Unternehmen der Agrarwirtschaft stellten sich und ihre jeweilige Branche den zahlreich erschienenen Studenten und zukünftigen Arbeitnehmern vor. Darüber erlaubten die Referenten einen Einblick in ihren eigenen Karriereweg und gaben Tipps, worauf es neben der fachlichen Qualifikation beim Berufseinstieg ankommt. Einig waren sich die Unternehmensvertreter darin, dass neue Mitarbeiter derzeit besonders im Vertrieb gefragt sind. Eine Tätigkeit im Vertrieb sei oftmals der Ausgangspunkt und ein Sprungbrett in spätere Führungspositionen. (Agrarzeitung)

07.12.2011

Kostenloser Check für die Öko-Umstellung

Potential für ökologisch wirtschaftende Betriebe ist nach Einschätzung der deutschen Landwirtschaftskammern vorhanden. Landwirte, die eine Umstellung erwägen, erhalten kostenlose Beratung. Auf die „Biooffensive" weist die Landwirtschaftskammer Niedersachsen hin. Sie bietet für konventionelle Landwirte, für die der Wechsel zum ökologischen Landbau eine Option ist, einen kostenlosen Betriebscheck. Er umfasst eine zwei- bis dreistündige Beratung, in der ermittelt wird, ob ein Betrieb gute Voraussetzungen für eine Umstellung bietet.
Betriebscheck und Analyse werden nach Angaben der Kammer von speziell geschulten, erfahrenen Beratern für den Ökolandbau durchgeführt. In Niedersachsen erhalten für die Umstellung geeignete Betriebe für ihr Biogetreide ein verbindliches Abnahmeangebot eines Unternehmens aus der Region.
Die „Offensive zur verstärkten Nutzung der Marktpotentiale durch heimische Erzeuger im wachsenden Bio-Markt", kurz Biooffensive, wird finanziert aus Mitteln der Landwirtschaftlichen Rentenbank. Sie ist getragen vom Verband der Landwirtschaftskammern und der Stiftung Ökologie & Landbau. Bundesweit bietet die Biooffensive im Internet Kontaktmöglichkeiten. In der Kammer Niedersachsen sind Markus Mücke oder Jan Hempler Ansprechpartner. (Agrarzeitung)

06.12.2011

Milchverträge bleiben freiwillig

Das EU-Parlament und die EU-Mitgliedstaaten einigen sich auf neue Regeln für die Milcherzeugung in der Gemeinschaft. Sie sollen im Herbst 2012 in Kraft treten. Zu den neuen Regeln gehören Verträge zwischen Milcherzeugern und Molkereien, in denen die Preise und Abnahmemengen festgelegt werden. Außerdem wird in den Verträgen eine Mindestlaufzeit von sechs Monaten festgeschrieben. Die EU-Mitgliedstaaten müssen solche Verträge nicht vorschreiben. Aber wenn sie sich für die Vertragspflicht entscheiden, müssen die Verträge den ausgehandelten Anforderungen genügen.
Das Europäische Parlament (EP) hatte verpflichtende Abnahmeverträge für Milch in allen EU-Mitgliedstaaten gefordert. Deutschland und andere überwiegend nordwesteuropäische EU-Mitglieder lehnen solche Vorschriften für die Privatwirtschaft dagegen ab. In einem anderen Punkt des „Milchpaketes" konnte sich das EP gegen die EU-Mitgliedstaaten durchsetzen. Das Angebot von Käse und anderen Molkereiprodukten mit geschützten Herkunftsangaben darf zukünftig gesteuert werden. Die beteiligten Molkereien bekommen die Möglichkeit, sich untereinander abzusprechen und die Menge begrenzen. Die neuen Regeln sollen im Herbst 2012 in Kraft treten. (Agrarzeitung)

05.12.2011

Bioprodukte weiter Wachstumssegment

Die Umsätze mit Bioprodukten im Lebensmitteleinzelhandel und  in Drogeriemärkten konnten stärker zulegen als mit konventionellen Lebensmitteln.
Die Verunsicherung der Verbraucher vermutet das Marktforschungsunternehmen Nielsan als Hintergrund. Nach einer schwachen Entwicklung im Jahr 2010 wurde nun in den ersten neun Monaten 2011 nun ein kräftiges Umsatzplus von 9,5 Prozent  und ein Absatzzuwachs von acht Prozent beobachtet. Selbst Preiserhöhungen in einigen Bio-Warengruppen hätten die Verbraucher nicht mehr vom Griff ins Bioregal abgeschreckt, so Nielsen. Insgesamt kletterte das Umsatzvolumen der Bioprodukte in den von Nielsen betrachteten Warengruppen in den ersten neun Monaten 2011 auf 1,848 Mrd. €. Die klassischen Bio-Warengruppen lagen dabei nach wie vor im Trend: Milch, Fruchtsäfte, Naturjoghurt und Müsli sowie Kaffee. (Agrarzeitung)

05.12.2011

DBV sucht Unterstützung für mehr Bodenschutz

Aus Anlass des heutigen Weltbodentages intensiviert der Deutsche Bauernverband (DBV) seine Forderungen nach mehr Bodenschutz. Er will eine Petition in den Bundestag einbringen. Um ein Gesetz für den Schutz des Bodens voranzubringen, ruft der DBV Bürgerinnen und Bürger in Deutschland auf, sich im Internet zu beteiligen. Eine Zeichnerliste kann dort heruntergeladen werden. Der DBV warnt, dass trotz schrumpfender Bevölkerung in Deutschland die Flächenversiegelung in Zukunft zunehmen dürfte. Dies müsse gestoppt werden. Täglich gehen nach DBV-Angaben in Deutschland rund 90 ha Acker- und Grünlandflächen durch Überbauung verloren. (Agrarzeitung)

01.12.2011

Programme zur Absatzförderung genehmigt

Die EU unterstützt den Absatz landwirtschaftlicher Erzeugnisse in Drittländern mit rund 30 Mio. €. Die EU-Kommission genehmigt 20 Programme. Der Gesamthaushalt für die dreijährigen Programme beläuft sich auf rund 60 Mio. €. Davon werden 30 Mio. € von der EU beigesteuert, teilt die EU-Kommission mit. Die Programme umfassen frisches sowie verarbeitetes Obst und Gemüse, Milch und Milcherzeugnisse.  Ebenfalls gefördert werden Erzeugnisse mit geschützter Ursprungsbezeichnung, geschützter geografischer Angabe, garantiert traditionelle Spezialitäten und ökologisch erzeugte Lebensmittel. (Agrarzeitung)

01.12.2011

Aldi senkt Butterpreis

Kaum schwächelt der Fettmarkt etwas, schlägt Aldi auch schon zu: So hat der Discounter heute den Preis für 250 g Butter von 1,15 € auf knapp unter 1,00 € gesenkt, wie die Lebensmittel-Zeitung berichtet.
Branchenbeobachtern zufolge reagiert Aldi damit auf die niedrigeren Preise am Fettmarkt. So gab die Butternotierung bei der Butter- und Käsebörse in Kempten gestern um 44 Cent auf 3,58 bis 3,68 €/kg abgepackter Butter nach.
Mehr dazu hier: Butterpreise gehen deutlich zurück. (Top Agrar)

30.11.2011

Erste Betriebsprämien ausbezahlt

Landwirte in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern erhalten in dieser Woche ihre Direktzahlungen. Die Gelder stehen in diesem Jahr früher bereit.
Deutschland hat insgesamt 5.304 Mio. € an Direktzahlungen im Haushaltsjahr 2011 aus dem EU-Haushalt erhalten. Bayern und Mecklenburg-Vorpommern beginnen als erste Bundesländer mit der Auszahlung. In den kommenden Tagen erhalten rund 112.000 Landwirte in Bayern die EU-Betriebsprämie. Insgesamt wird Bayern Zahlungen in Höhe von 1,06 Mrd. € zum 1. Dezember an die Landwirte überweisen. Auf Grund der schwierigen Erntebedingungen haben sich die Bundesländer und das Bundesagrarministerium (BMELV) auf einen früheren Auszahlungstermin als üblich geeinigt. Bayern und Mecklenburg-Vorpommer haben mit dem 1. Dezember den frühestmöglichen Termin gewählt. Die anderen Bundesländer werden in den kommenden Tagen die Betriebsprämien zustellen, heißt es im BMELV. Auch die Grünlandprämie für Milcherzeuger aus dem Sonderprogramm kommt jetzt zur Auszahlung. In Bayern sind es knapp 40.000 Milcherzeuger, die rund 32 Mio. € erhalten.
Um die Liquidität der Betriebe zu sichern, hat sich auch Till Backhaus, Agrarminister in Mecklenburg-Vorpommern, für eine frühe Auszahlung der Betriebsprämien in seinem Bundesland eingesetzt. Backhaus bezifferte den Gesamtbetrag auf rund 398 Mio. €. (Agrarzeitung)

30.11.2011

Rentenbank hebt Zinsen an

Die Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt a.M., hebt die Zinssätze ihrer Förderkredite um 0,25 Prozentpunkte (nominal) an. Sie reagiert damit auf die Zinsentwicklung an den Kapitalmärkten. In der günstigsten Preisklasse (A) liegt der Zins für Förderkredite an Junglandwirte mit einer Laufzeit von zehn Jahren und 10-jähriger Zinsbindung den Angaben zufolge jetzt bei effektiv 3,07 Prozent und 2,62 Prozent bei 5-jähriger Zinsbindung. Zum günstigen Zins werden auch nachhaltige Investitionen finanziert, zum Beispiel in den Umwelt- und Ressourcenschutz, den Verbraucherschutz oder im Sektor Bioenergie.
Die Programmkredite der Förderbank für die Agrarwirtschaft dürfen neben anderen öffentlichen Mitteln, beispielsweise Zuschüsse, eingesetzt werden, soweit die von der EU vorgegebenen Beihilfeobergrenzen eingehalten werden. Wie bei den Darlehen der Rentenbank üblich, sind die Kreditanträge an die Hausbank zu richten. In Abhängigkeit von der Bonität und der Werthaltigkeit der Sicherheiten nehmen die Hausbanken auch die Einstufung in die jeweilige Preisklasse vor. (Agrarzeitung)

24.11.2011

EU-Parlamentarier wollen Verschwendung eindämmen

In der EU gehen rund die Hälfte der Lebensmittel verloren. Dies kritisiert der Agrarausschuss des Europäischen Parlaments (EP) und fordert Maßnahmen gegen die Verschwendung. Bis 2025 sollen die Verluste in der Lebensmittelkette halbiert werden, forderte der EP-Agrarausschuss in einer am Mittwoch in Brüssel verabschiedeten Erklärung. Direkte Beziehungen zwischen Landwirten und Verbrauchern sollen verstärkt werden, um verlustträchtige und lange Wege zu verkürzen. Den Lebensmittelhandel fordern die Abgeordneten auf, zwischen Daten für eine optimale Qualität  und wirklichen Verfallsdaten mit Sicherheitsrisiken für den Verbraucher zu unterscheiden. Die Verbraucher sollen durch Aufklärungskampagnen über einen besseren Umgang mit Lebensmitteln informiert werden. (Agrarzeitung)

21.11.2011

Agritechnica verzeichnete Besucherrekord

Die Landtechnik-Messe Agritechnica hat mit 415.000 Besuchern einen Publikumsrekord erreicht.
Das Ergebnis zeige das enorme Interesse der Landwirte und Experten an modernster Technik und richtungsweisenden Zukunftskonzepten, erklärte die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) am Samstag in Hannover. Rund 100.000 Gäste kamen aus dem Ausland. Seit Montag hatten 2.700 Unternehmen aus 48 Ländern ihr Angebot auf dem Messegelände präsentiert. Die Fachbesucher hätten sich wie immer sehr für Traktoren und Transportfahrzeuge interessiert, berichtete der Veranstalter. Hoch sei der Grad an Innovationen: Alle Landmaschinen profitierten von ständig neue Entwicklungen in der Elektronik und Sensorik.
Die Landtechnik-Branche aus deutscher Produktion hat nach Angaben des Bundesagrarministeriums im vergangenen Jahr rund sieben Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. Etwa 70 Prozent davon gehen in den Export. In einer Besucherumfrage schätzten zwei Drittel der Landwirte auf der Messe ihre aktuelle Betriebssituation als gut ein. Nahezu drei Viertel sagten, sie wollten in den nächsten beiden Jahren investieren. Die nächste Agritechnica wird vom 12. bis 16. November 2013 in Hannover veranstaltet
. (Agrar Aktuell)

17.11.2011

Potenzial für Biogas von Naturschutzgrünland

Mit den neuen Regeln des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) lassen sich geschützte Grünlandflächen wirtschaftlich nutzen. Laut einer neuen Studie ist die Technik ausgereift. Der Aufwuchs von artenreichem Grünland lässt sich sinnvoll zur Erzeugung von Biogas verwenden, lautet das Fazit der heute veröffentlichten Studie "Grünlandpflege und Klimaschutz"  des Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und des Deutschen Verbands für Landschaftspflege (DVL). Vorschub soll das EEG 2012 leisten. Laut den Autoren könne die erhöhte Vergütung für besonders naturverträgliche Biomasse durch die Einsatzstoff-Vergütungsklasse II sowie die allgemeine Grenze für die Maisvergärung im Biogasfermenter dazu motivieren.
Vor allem für die Grünlandflächen in Seenregionen sowie in Mittelgebirgen böte die Biogasnutzung Chancen, heißt es in der Studie weiter.  „Nach unseren Schätzungen existiert ein tatsächlich nutzbares Flächenpotenzial von rund 900.000 Hektar, das einen wichtigen Beitrag zur Energieerzeugung leisten könnte", sagte DVL-Geschäftsführer Jürgen Metzner. (Agrarzeitung)

16.11.2011

Agritechnica: Besucher strömen

Die diesjährige Agritechnica könnte mehr Besucher anziehen als vor zwei Jahren. Das zeigt die Zwischenbilanz bis Mittwoch. Nach Angaben der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) haben seit Sonntag bereits rund 185.000 Landwirte, Investoren und Fachleute aus aller Welt das Messegelände in Hannover aufgesucht. Dies entspricht einer Zunahme gegenüber 2009 zum gleichen Zeitpunkt um rund 12 Prozent. Die DLG beobachtet darüber hinaus eine weitere Zunahme der ausländischen Gäste. Nahezu jeder vierte Besucher kommt bisher aus dem Ausland. (Agrarzeitung)

14.11.2011

Solarförderung erneut auf dem Prüfstand

Die Bundesregierung denkt erneut an Kürzungen bei der Förderung von Solarenergie. Die Installation neuer Anlagen soll stärker gebremst werden. Bis Ende Januar 2012 wollen Wirtschafts- und Umweltministerium prüfen, wie der Zubau von Solaranlagen begrenzt werden kann, will das Magazin Focus aus Koalitionskreisen erfahren haben. Dabei sei sogar eine Grenze von 1000 Megawatt pro Jahr im Gespräch. Im vergangenen Jahr wurden Solaranlagen mit einer Leistung von 5200 Megawatt installiert. Als Grund für die geplante Bremse wird angeführt, dass ein höherer Zubau technisch und finanziell nicht mehr verkraftbar sei. Damit deutet sich eine - zusätzlich zur jährlichen Abschmelzung der Fördersätze - weitere Kürzung bei den Fördersätzen für Photovoltaikanlagen an. (Agrarzeitung)

13.11.2011

Agritechnica 2011: Schwerpunkt Energiepflanzen

Am 13.10.2011 startet die  Agritechnica 2011. Sie bietet auch dieses Jahr wieder die Möglichkeit, sich rund um das Thema Energiepflanzenanbau zu informieren. Die DLG hat in der Halle 21 ein Forum „Forsttechnik und Energiepflanzenanbau“ eingerichtet. Dort stehen besonders Themen rund um die Produktion und Verwertung von Energiepflanzen im Fokus. Internatonale Unternehmen berichten unter anderem über Aktuelles zum Zuchtfortschritt und zur Anbaueignung von Energiepflanzen. Außerdem stehen Biomasselogistik, Gärrestbehandlung und die neuesten Erkenntnissen zu Kurzumtriebsplantagen auf der Agenda. Alle Infos zu den Fachprogrammen der Agritechnica 2011 finden Sie unter http://www.agritechnica.com/fachforen.html. (Top Agrar)

09.11.2011

Neuer Stallbau-Ratgeber von top agrar

Die neuesten Trends beim Stallbau und der Stalleinrichtung, Konzepte für Melk- und Futterroboter, gelungene Lösungen aus der Praxis: Das alles liefert der neue top agrar Ratgeber. Und noch vieles mehr....
Der Stallbau-Ratgeber "Kuhställe clever bauen" liefert neue Impulse für den Bau von günstigen und effektiven Kuhställen. Renommierte Berater und Bauplaner aus dem gesamten Bundesgebiet erläutern die aktuellen Bautrends – anschaulich und kompakt. Auf 132 Seiten finden Sie alle wichtigen Informationen zum Bau von modernen Kuhställen – mit vielen Bildern und über 20 Stallgrundrissen.
Der neue Ratgeber kostet 25 € und ist ab sofort hier erhältlich. (Top Agrar)

08.11.2011

Neue Deere-Traktoren in Serie

Der Landtechnikhersteller John Deere setzt auf abgasarme Antriebe. Die Schlepper der Generation 6R erfüllen die Stufe 3b. Anfang November haben die John-Deere-Werke Mannheim die Serienproduktion ihrer neuen 6R-Traktoren aufgenommen, deren Motoren den Anforderungen der Abgasstufe 3b entsprechen. Die Baureihe umfasst insgesamt neun Modelle mit einer Nennleistung von 125 bis 240 PS. Während in Mannheim zunächst die großen Traktoren von 200 bis 240 PS vom Band laufen, werden ab Mai 2012 auch kleinere Maschinen ab 125 PS folgen, teilte das Unternehmen mit. Die neuen 6R-Modelle aus Mannheim würden schrittweise die bisherige 6030-Premium-Baureihe ersetzen. (Agrarzeitung)

08.11.2011

Rentenbank senkt Zinsen

Am 14. November hatte die Rentenbank die Zinssätze nach langer Zeit erstmals wieder um 0,3 % angehoben. Jetzt macht sie diesen Schritt wieder rückgängig. Wie die Bank aus Frankfurt heute mitteilt, senkt sie die Sollzinssätze ihrer Förderkredite um 0,30 Prozentpunkte (nominal) ab.
Die Programmkredite der Förderbank für die Agrarwirtschaft dürfen neben anderen öffentlichen Mitteln, z. B. Zuschüssen, eingesetzt werden, soweit die von der EU vorgegebenen Beihilfeobergrenzen eingehalten werden. Bei allen Förderdarlehen der Rentenbank sind die Kreditanträge an die Hausbank zu richten. In Abhängigkeit von der Bonität und der Werthaltigkeit der Sicherheiten nehmen die Hausbanken auch die Einstufung in die jeweilige Preisklasse vor.

Service-Nummer Kreditanfragen: 069/2107-700. (Top Agrar)

04.11.2011

Alternativen zum Biogasmais im Kommen

In den Ackerbauregionen in Niedersachsen werden immer mehr Alternativen zum Biogasmais angebaut. Das machte Dr. Matthias Benke von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen auf einer Tagung des Kompetenzzentrums 3N deutlich. Für die rund 1.300 Biogasanlagen in Niedersachsen werden aktuell auf einer Fläche von fast 250.000 ha Energiepflanzen erzeugt. Weitere 50.000 ha nehmen in Niedersachsen Rohstoffe für die Bioethanol- und Biodieselproduktion in Beschlag.
Die hauptsächlich angebaute Frucht für Biogasanlagen ist immer noch der Silomais. Aber auch Alternativen kommen stärker zum Einsatz:

- Getreide-GPS: 20.000 ha,
- Zuckerrüben: 5.000 bis 6.000 ha
- Sorghum (Hirse): 2.000 ha
- Durchwachsende Silphie: 40 ha

Benke rät Anlagenbetreibern, freiwillig Alternativen zum Energiemais anzubauen, um das vielerorts schlechte Image von Biogasanlagen aufzubessern: „In maisdominierten Fruchtfolgen sorgen auch Blühstreifen und attraktive Kulturen am Feldrand dafür, die Akzeptanz von Energiepflanzen zu verbessern . (Top Agrar)

04.11.2011

FAO erwartet weiter hohe Preise

Die Versorgungslage auf den weltweiten Agrarmärkten entspannt sich nur leicht. Das Preisniveau bleibt hoch. Die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO korrigiert ihre Prognose für die weltweite Getreideproduktion im Wirtschaftsjahr 2011/12 in ihrem halbjährlichen „Food Outlook" nach oben. In dem Bericht erwartet die FAO eine Welt-Getreideerzeugung von 2,33 Mrd. t. Das entspricht einem Anstieg von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Eine um 6 Prozent höhere Weizenproduktion trägt stark dazu bei. Die Weizenernten in den Staaten der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten wie Russland und der Ukraine seien wesentlich höher ausgefallen als erwartet. Die Prognose für den globalen Getreideverbrauch 2011/12 hebt die die Organisation um 1,6 Prozent auf 2,31 Mrd. t an. Die weltweiten Getreidebestände werden sich um 3,3 Prozent auf voraussichtlich 507 Mio. t erhöhen.
Die Preise für Agrarrohstoffe werden sich nach Angaben der FAO jedoch auch im kommenden Jahr auf einem hohen Niveau bewegen und volatil bleiben. Um eine steigende globale Nachfrage zu befriedigen, müsse die Produktion von Agrarrohstoffen weiter gesteigert werden, so die FAO. Die Kosten für Dünger und Energie bleiben hoch und belasten die Produktion, was weiter steigende Preise verursachen könnte. (Agrarzeitung)

02.11.2011

Milchquotenbörse: West legt um 4 Cent zu, Ost bleibt unverändert

Der Gleichgewichtspreis bei der heutigen 35. Milchquotenbörse ist im Übertragungsbiet West von 0,09  auf 0,13 Euro/kg gestiegen.Der Preis im Gebiet Ost blieb dagegen unverändert bei 0,03 Euro. Für Deutschland insgesamt erhöhte sich der Gleichgewichtspreis somit um 4 Cent auf 0,11 Euro/kg.
Im gesamten Bundesgebiet wurden 221.698 t Quote übertragen. Das entspricht einem Anteil von knapp 0,8 % an der Milchquote, die Deutschland als nationales Lieferrecht in diesem Quotenjahr zur Verfügung steht. Die an der Börse gehandelte Gesamtmenge ist im Vergleich zu den Vorjahresbörsen im November 2009 und 2010 gesunken.
Von der bundesweiten Handelsmenge entfielen 172.293 t auf das Übertragungsgebiet West und 49.406 t auf das Übertragungsgebiet Ost. Verglichen mit der Frühjahrsbörse haben sich die Handelsmengen im Übertragungsgebiet West erhöht. Im Übertragungsgebiet Ost hat sich die Handelmenge dagegen leicht reduziert. Auf die nationale Referenzmenge bezogen, wurden knapp 0,6 % im Übertragungsgebiet West und knapp 0,2 % im Übertragungsgebiet Ost der nationalen Milchquote gehandelt.
Insgesamt wurden bei dem 35. Börsentermin 228.415 t Milchquote angeboten und 403.440 t Milchquote nachgefragt. Damit ergibt sich ein deutlicher Nachfrageüberhang in Höhe von 175.025 t, der über der Frühjahrs- und Sommerbörse liegt. Die Zahl der Börsenteilnehmer hat zugenommen und im Vergleich zur Sommerbörse nahezu verdoppelt. 68 % aller Teilnehmer waren erfolgreich, davon 2.886 Anbieter und 3.529 Nachfrager. (Top Agrar)

01.11.2011

Landwirte drosseln Investitionen

Landwirte nehmen weniger Geld für erneuerbare Energien in die Hand. Zwar ist der Wille zu investieren unverändert, doch die Summen sinken drastisch. Rund 39 Prozent der Landwirte wollen in ihre Betriebe in den kommenden sechs Monaten investieren, zeigt das Konjunkturbarometer Agrar, das der Deutsche Bauernverband (DBV) heute veröffentlicht hat. Das sind zwar ebenso viele Landwirte wie im Vorjahreszeitraum. Doch die Summe, die die Landwirte investieren wollen, schrumpft gewaltig. Nur noch bei 5,3 Mrd. € liegt das geschätzte Investitionsvolumen bis März 2012 und damit um ein Drittel niedriger als im Vorjahreszeitraum. Grund ist ein massiver Einbruch von mehr als 50 Prozent beim geplanten Investitionsvolumen in erneuerbare Energien. Nur noch 1,9 statt 4,2 Mrd. € im Vorjahr wollen  Landwirte dafür bis zum Frühling ausgeben. Damit setzt sich ein Trend, der schon im Sommer sichtbar war, fort. Die neuen Förderbedingungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), die ab 2012 gelten, zeigen Wirkung. Bei der Biogaserzeugung könnte jedoch auch eine Wachstumsgrenze erreicht sein, mutmaßte der DBV-Generalsekretär Helmut Born heute vor Journalisten in Berlin.
Die geplanten Investitionen in Maschinen und Geräte, Wirtschaftsgebäude sowie in Hof- und Stalltechnik hingegen halten größtenteils ihr Niveau. Maschinen und Geräte sind derzeit sogar etwas mehr gefragt als im Vorjahreszeitraum. Dies ist gerade im Vorfeld der ab Mitte November stattfindenden Landtechnikmesse Agritechnica beachtlich. Für das Konjunkturbarometer Agrar befragte das Marktforschungsinstitut Produkt + Markt im September 2011 rund 1.000 Landwirte und Lohnunternehmer. Die Erhebung findet vierteljährlich im Auftrag des DBV, des VDMA Fachverbandes Landtechnik und der Landwirtschaftlichen Rentenbank statt. (Agrarzeitung)

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