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Letzte Meldung:

27.07.2010

Ostdeutsche Landwirtschaft profitiert von deutscher Einheit

 

 

Die Bundesregierung wertet die ostdeutsche Landwirtschaft als Gewinner der deutschen Einheit. Nun muss der Westen nachziehen. Die Entwicklung der ostdeutschen Landwirtschaft gehört zu den „Erfolgsgeschichten des Einigungsprozesses", heißt es in einer von Bundesinnenminister Thomas de Maizière im Juli herausgegebenen Publikation zum Thema „20 Jahre Deutsche Einheit". Die Regierung macht dies vor allem an den Produktivitätssteigerungen der ostdeutschen Betriebe seit 1990 fest. Außerdem würden die großen, zusammenhängenden Flächen den Landwirtschaftsbetrieben erhebliche Kostenvorteile bringen. Dadurch könnten die Betriebe leistungsstarke Erntemaschinen nutzen und benötigten weniger Arbeitskräfte.

Nun muss der Westen nach Ansicht der Bundesregierung nachziehen. „Die Anpassungsprobleme in der Landwirtschaft, die dem Westen noch bevorstehen, sind im Osten schon gelaufen", heißt es in dem Bericht. Als Zukunftsfelder für die Landwirtschaft nennen die Autoren nachwachsende Rohstoffe und ökologisch erzeugte Lebensmittel. Auch dort hätten die Ostdeutschen „die Nase vorn". Alle Biokraftstofffabriken lägen in den ostdeutschen Bundesländern. Außerdem würde Mecklenburg-Vorpommern mit einem Anteil im Ökolandbau von 12 Prozent bundesweit an der Spitze liegen
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(agrarzeitung)

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15.07.2010

EU genehmigt Absatzförderung 

 

 

 

Mit dem Absatzförderprogramm "Weltgenusserbe" stehen rund 1,1 Mio. € für Marketingmaßnahmen in Deutschland zur Verfügung. Damit sollen den Verbrauchern regionale Spezialitäten nahe gebracht werden. Die EU-Kommission hat dieses Programm nun genehmigt, teilt das Bundeslandwirtschaftsministerium mit. Das auf drei Jahre angelegte Programm wird von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) betreut. Damit sollen ab September die EU-Qualitätszeichen "geschützte Ursprungsbezeichnung" und "geschützte geografische Angaben" stärker beworben werden. Die EU finanziert die Hälfte des Kampagnenbudgets. Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten übernimmt 30 Prozent der Kosten. Die weitere Finanzierung und Durchführung der Absatzfördermaßnahmen übernimmt die Werbe-Media- und Marketingagentur LVBM Werbe.  

Auch für 2011 will die EU-Kommssion Finanzmittel für solche Kampagnen zur Verfügung stellen, so das BMELV. Die Bewerbungsfrist für Informations- und Absatzförderungsprogramme im Binnenmarkt ist der 30. November 2010. Bis zum 15. September müssen entsprechende Konzepte bei der BLE vorliegen.
(agrarzeitung)
08.07.2010

Marktanreizprogramm läuft wieder rund

 

 

 

 

Aus dem Marktanreizprogramm der Bundesregierung fließen wieder Fördermittel für Erneuerbare Energien. Die Haushaltssperre ist aufgehoben. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die seit Mai gesperrten Mittel in Höhe von 115 Mio. € für erneuerbare Energien im Wärmemarkt freigegeben. Schon ab kommender Woche können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) wieder Förderanträge nach der neuen Richtlinie gestellt werden. Fördergelder gibt es für innovative Solartechnologien, Pelletheizungen und Wärmepumpen. Die Förderkonditionen gelten zunächst bis Ende 2011. Alle bis zum Programmstopp am 3. Mai 2010 bei der Bafa eingegangene Anträge erhalten die Förderung nach den alten Konditionen.

Bereits im Juni hat sich die Umweltministerkonferenz von Bund und Ländern für eine Aufhebung der Haushaltssperre ausgesprochen. Mit dem gesamten Fördervolumen von 380 Mio. € werden in diesem Jahr Investitionen von schätzungsweise 2,8 Mrd. € ausgelöst.
(agrarzeitung)
06.07.2010

Zuschüsse für Solarstrom sinken

 

 

 

Für Solarstrom gelten rückwirkend ab Juli niedrigere Fördersätze. Solarmodule auf Ackerflächen erhalten keine Zuschüsse mehr. Gegen die Stimmen der SPD-regierten Länder hat sich der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat am gestrigen Montagabend hinsichtlich einer Kürzung der Solarförderung durchgesetzt. Gegenüber den Plänen der Bundesregierung gab es leichte Abweichungen was den Zeitpunkt der Kürzungen betrifft. So sollen  die Vergütungssätze für Solarstrom von Dachanlagen ab Juli zunächst um 13 Prozent gekürzt werden. Ab Oktober beträgt dann die Kürzung 16 Prozent, wie es die schwarz-gelbe Regierung in ihrem Entwurf zur Novelle des Erneuerbaren Energien Gesetzes beschlossen hatte.

Auch die Fördersätze für Freiflächenmodule werden ab Juli um 12 Prozent gesenkt, ab Oktober werden sie dann um 15 Prozent niedriger ausfallen. Bei Anlagen auf Konversionsflächen, die ehemals industriell oder militärisch genutzt wurden, soll der Fördersatz zunächst um 8 Prozent, im Oktober dann um 11 Prozent, gekürzt werden. Für Solaranlagen auf Ackerflächen gibt es keine Zuschüsse mehr. In einer zweiten Stufe sollen sich die Förderungen für Strom aus Anlagen, die erst nach dem 30. September 2010 in Betrieb genommen werden, zusätzlich um jeweils 3 Prozent verkürzen. Die SPD-Länder stimmten am Montag gegen diesen Kompromiss. Sie wollten die Kürzung von Photovoltaikanlagen auf 10 Prozent begrenzen. 

Bundestag und Bundesrat müssen den Einigungsvorschlag des Vermittlungsausschusses noch bestätigen. Der Bundestag wird sich voraussichtlich am Donnerstag damit befassen, der Bundesrat am Freitag. Das Ländergremium kann das Gesetz jedoch nicht stoppen, da es nicht zustimmungspflichtig ist.
 
(agrarzeitung)
05.07.2010

Milchquoten: + 1 Cent West, - 4 Cent Ost

 

 

Der Gleichgewichtspreis für Milchquoten ist bei der 31. Milchquotenbörse zwar mit 11 Cent auf gleichem Niveau wie bei der letzten Börse im April geblieben. Bei den Übertragungsgebieten Ost und West gab es jedoch deutlich unterschiedliche Tendenzen: Der Westpreis stieg von 11 auf 12 Cent, während der Ostpreis von 7 auf 3 Cent fiel, ein Minus von 57 %.
Die Gesamtnachfrage war mit 329,5 Mio. Kg bei der aktuellen Börse größer als das Gesamtangebot (ca. 255 Mio. kg Milchquote). Das Angebot war das siebtgrößte seit Börsenbeginn 2000. Im Übertragungsbereich West war ein deutlicher Nachfrageüberhang zu beobachten, während im Gebiet Ost die Angebotsmenge dreimal so groß war wie die nachgefragte Menge. Die Anzahl der Nachfrager in Deutschland hat sich im Vergleich zum Apriltermin erhöht. Von den 4.501 Nachfragern konnten 65 % erfolgreich Quote erwerben. Im Handelsgebiet Ost wurden alle 70 Nachfrager bedient, während im Westen rund 65 % (2.864) erfolgreich Quote erwerben konnten.
Die Auswertung der Milchquotenzu- und abgänge der einzelnen Übertragungsstellen des Übertragungsbereiches West zeigt eine deutliche Quotenwanderung nach Niedersachsen/Schleswig-Holstein (ca. 54,5 Mio. kg) und ein leichtes Plus nach Nordrhein-Westfalen (ca. 2,0 Mio. kg). Im Übertragungsbereich Ost konnten Mecklenburg-Vorpommern (ca. 3 Mio. kg), Thüringen (ca. 1,2 Mio. kg) und Sachsen (ca. 0,2 Mio. kg) Milchquote gewinnen.
Der DBV geht davon aus, dass sich die Angebotsmenge für den Börsentermin im November leicht erhöhen wird
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(TOP Agrar)
23.06.2010

Agrardiesel bleibt vergünstigt

 

Die Bundesregierung will die Steuervergünstigung für Agrardiesel unbefristet festschreiben. Damit haben sich die Agrarpolitiker heute in den Verhandlungen durchgesetzt. Die Agrardieselsteuer soll dauerhaft bei 25,56 Cent/Liter bleiben. Darauf hat sich die Bundesregierung heute geeinigt. "Ich begrüße die Entfristung sehr", sagte der CDU-Agrarsprecher Peter Bleser gegenüber agrarzeitung.de. Die Entfristung soll so lange gelten, bis in der EU über eine europaweite Harmonisierung der Steuersätze für Agrardiesel entschieden ist. Die Unterstützung kostet den Staat jährlich 285 Mio. €, davon übernimmt das Bundesfinanzministerium 215 Mio. €, 70 Mio. € muss das Agrarministerium für die Fortführung zuschießen. Laut Bleser soll dafür im Agrarhaushalt die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) um weitere 20 Mio. € gekürzt werden. Die restlichen 50 Mio. € sollen über alle Haushaltstitel im Agrarhaushalt verteilt entnommen werden. Ob der Entschluss noch vor der Sommerpause umgesetzt wird, ist noch nicht klar. (sta)
18.06.2010

Bundestag setzt Signal für Kurzumtriebsplantagen

Der Anbau von schnellwachsenden Hölzern auf Ackerflächen wird für Landwirte attraktiver. Der Bundestag schließt Kurzumtriebsplantagen und Agroforstflächen vom Waldbegriff aus. Damit bleiben Ackerflächen, die mit Agrarholz bepflanzt sind landwirtschaftliche Nutzfläche. Mit den Stimmen von CDU/CSU, FDP und der Linken beschloss der Bundestag am späten Donnerstag das neue Bundeswaldgesetz. Die Neudefinition des Waldbegriffes, welche nun Agrarholz ausschließt, ist Kern des novellierten Gesetzes. Die Landwirte erhalten dadurch die Sicherheit, dass auch nach bis zu 20-jähriger Bepflanzung mit Bäumen auf den Flächen wieder eine andere landwirtschaftliche Nutzung möglich ist.

Das könnte dem Anbau von schnellwachsenden Hölzern Auftrieb verschaffen. Denn bisher mussten die Landwirte damit rechnen, dass ihre Kurzumtriebsplantagen irgendwann als Wald deklariert werden. Nun fehlt noch das Votum des Bundesrates, welches am 9. Juli ansteht. Die Zustimmung ist allerdings nicht sicher, weil die SPD-geführten Bundesländer eventuell den Vermittlungsausschuss anrufen wollen. Ihnen fehlen in dem Gesetz bundeseinheitliche Mindeststandards bei der Waldbewirtschaftung. ( Agrar-Zeitung)
17.06.2010

Solar-Kürzungen: Verhandlungen vertagt 

Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat hat gestern seine Beratungen zur umstrittenen Absenkung der Solarförderung vertagt und eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die Kompromissvorschläge erarbeiten soll.

Am 5. Juli 2010 um 18 Uhr kommt der Vermittlungsausschuss erneut zusammen, um die Verhandlungen fortzusetzen. Bund und Länder sind sich uneins über die geplante Absenkung der Vergütungssätze für Strom aus Solaranlagen: Der Bundestag will diese um bis zu 16 Prozent reduzieren, der Bundesrat hingegen möchte die Absenkung auf höchstens 10 Prozent beschränken. (TOP Agrar)

15.06.2010

Schweinepreise weiter im Aufwind

 

In fast allen Ländern Europas steigen die Preise für Schlachtschweine. Auch Deutschland verzeichnet einen freundlichen Trend. Für Deutschland ermittelte die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), Damme, in der vergangenen Woche einen Preis von mehr als 1,50 €/kg Schlachtgewicht, entsprechend einem Plus von etwa 5 Cent im Vergleich zur Vorwoche. Auch in den anderen bedeutenden Ländern Europas wurde ein positive Entwicklung beobachtet, berichtet die ISN. Ausnahmen bilden lediglich Frankreich und Schweden, wo die Preise stagnierten. Die Nachfrage der Schlachtunternehmen sei auch weiterhin rege, heißt es weiter. Daher könne mit weiter steigenden Preise gerechnet werden, so die ISN. (Agrarzeitung)

11.06.2010

Rentenbank senkt Zinsen

 

Die Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt a.M., senkt die Zinssätze ihrer Förderkredite. Sie reagiert damit auf die Entwicklung an den Kapitalmärkten. Nach Angaben der Rentenbank fallen die Zinssätze der Förderkredite um bis zu 0,20 Prozentpunkte (nominal). In der günstigsten Preisklasse (A) liege der Zins für Förderkredite an Junglandwirte mit einer Laufzeit von zehn Jahren und 10-jähriger Zinsbindung jetzt bei effektiv 3,02 Prozent und 2,52 Prozent bei 5-jähriger Zinsbindung.

Zum günstigen Zins werden auch nachhaltige Investitionen finanziert, zum Beispiel in den Umwelt- und Ressourcenschutz, den Verbraucherschutz oder im Sektor Bioenergie. Kreditanträge sind an die Hausbank zu richten. In Abhängigkeit von Bonität und Werthaltigkeit der gestellten Sicherheiten würde diese auch die Einstufung in die jeweilige Preisklasse vornehmen
. (Agrarzeitung)

08.06.2010

Agrarhaushalt kommt glimpflich durchs Sparpaket

Agrarministerin Ilse Aigner kürzt Agrarstrukturmittel und Liquiditätshilfen. Das Grünlandprogramm und die Agrarsozialpolitik kommen ungeschoren durch das Sparpaket der Bundesregierung. Der Agrarhaushalt entkommt dem Spardiktat mit Kürzungen von 5 Prozent. Im kommenden Jahr wird Aigner statt 5,8 Mrd. € nur rund 5,5 Mrd. € ausgeben dürfen. „Wir können mit dem Ergebnis leben", sagte Aigner gegenüber agrarzeitung.de im Anschluss an die Sparklausur der Bundesregierung in Berlin. Abstriche will sie vor allem bei der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) machen. Hier sollen ab 2011 jährlich rund 80 Mio. € eingespart werden. In den kommenden vier Jahren werden die GAK-Mittel von heute 700 Mio. € auf jährlich 620 Mio. € eingefroren. Gestrichen wird 2011 auch das Liquiditätsprogramm für Landwirte. Damit bleiben 25 Mio. € mehr im Staatssäckel. In diesem Jahr hatte das Programm reißenden Absatz unter den Landwirten gefunden. Aigner begründet die Streichung mit dem derzeit niedrigen Zinsniveau, zu dem Landwirte auch so an günstige Kredite heran kämen.

Die restlichen Einsparungen will Aigner bei den Verwaltungskosten ihres Ministeriums heraus holen. Außerdem geht sie davon aus, dass auf Grund der demographischen Entwicklung jährlich bis zu 81 Mio. € bei den Agrarsozialleistungen übrig bleiben. Das Geld soll nicht wie üblich in den Agrarhaushalt zurück fließen, sondern weg fallen. Von den Kürzungen ausgenommen bleibt das Grünlandmilchprogramm mit der Kuh- und Grünlandprämie wie auch die Agrarsozialpolitik. Auch den Ökolandbau, die Agrarforschung und die Verbraucherpolitik will Aigner von Kürzungen ausnehmen. Die Bundesregierung hat am Montag ihr Sparpaket für die kommenden vier Jahre vorgestellt. Es umfasst insgesamt Einsparungen von bis zu 80 Mrd. €
. (Agrarzeitung)

07.06.2010

Bundesrat stoppt Solarkürzung

Der Bundesrat hat die Solarkürzung zum 1. Juli gestoppt! Der Bundestag hat zwar bereits Mitte Mai dem Vorhaben der Regierung zugestimmt. Nun will der Bundesrat wegen großer Bedenken die Pläne aber ausbremsen und den Vermittlungsausschuss anrufen. Dieser muss nun in den kommenden Wochen zwischen Regierung und dem Bundesrat in Sachen Solarkürzungen vermitteln.

Der bisherige Stichtag für die Förderkürzung dürfte deshalb ins Wanken geraten. Unter Umständen muss Bundeskanzelerin Merkel ihre Pläne sogar um drei Monate nach hinten auf den 1. Oktober 2010 verschieben.

Bis dahin würden Bundestag und -rat dann die Höhe der Kürzung neu aushandeln. Die Regierung will beispielsweise die Förderung für Aufdachanlagen um bis zu 16 % reduzieren. Viele Bundesländer halten dies für überzogen und hatten 10 % als Kompromiss ins Spiel gebracht. Andernfalls gefährde die Koalition den Solarstandort Deutschland und Tausende von Arbeitsplätzen könnten verloren gehen.

Allerdings warnen Insider in Berlin: Selbst wenn der Vermittlungsausschuss eingeschaltet wird, ist das Ergebnis offen. Denn grundsätzlich ist der Bundesrat nicht zustimmungspflichtig zu den Kürzungsplänen. Die Bundesregierung kann daher die Einberufung des Vermittlungsausschusses ablehnen. Das Ergebnis ist somit offen. (Top Agrar)

16.04.2010

Wiki-Agrar-Lexikon startet

Heute startet das „Wiki-Agrar-Lexikon“, das mit über 1.000 Einträgen von „Abdrift“ über „Färse“ bis zu „Zwischenfrucht“ wichtige Begriffe aus der Landwirtschaft erklärt. Die Gemeinschaftsproduktion des Vereins information.medien.agrar (i.m.a.) und der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft (FNL) stellt nach Aussage der Begründer das umfangreichste agrarlexikon im deutschsprachigen Raum dar. Besondere Zielgruppe des Lexikons sind Lehrer und Schüler sowie interessierte Verbraucher, die eine schnelle und fundierte Klärung landwirtschaftlicher Fachbegriffe suchen.

Basis des Wiki-Agrar-Lexikons sind sowohl das Agrilexikon des i.m.a. asl auch das Landwirtschaftslexikon der FNL. Im Gegensatz zu vielen anderen Enzyklopädien ist das Wiki-Agrar aber keine „freie“ Datenbank. Vielmehr werden die Inhalte von einem Redaktionsteam erstellt und betreut. Das Wiki-Agrar-Lexikon befindet sich in ständiger Bearbeitung und wird laufend um aktuelle Begriffe ergänzt.

Das Lexikon finden sie unter www.wiki-agrar.de oder www.agrilexikon.de. (Top Agrar)

15.04.2010

Biodiesel wieder wettbewerbsfähig

Mit dem starken Anstieg der Kraftstoffpreise hat der Biotreibstoff wieder an Attraktivität gewonnen. Zurzeit liegt der Tankstellenpreis von Biodiesel nach Angaben des Landvolkes Niedersachsen deutlich unter dem Preis für Mineraldiesel; der Abstand beträgt fast 13 Cent pro Liter. Der Verbrauch von Biodiesel ist in der Folge nach dem Einbruch jetzt wieder angestiegen und lag im Januar 2010 um knapp 40 Prozent über der Vorjahresmenge, wie eine Erhebung der Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (Ufop) ergeben hat. Allerdings fiel die Menge kleiner aus als noch im Dezember 2009. Zugleich stieg bei insgesamt geringerem Dieselverbrauch der Anteil des Biodiesels von 6,7 Prozent im Januar 2009 auf 9,5 Prozent im Januar 2010. Der gestiegene Bedarf an Biodiesel hat zu einer lebhaften Nachfrage nach Rapsaat mit sprunghaft gestiegenen Preisen geführt. Vom Preishoch des Jahres 2007/08 sind die gegenwärtigen Notierungen indes noch sehr weit entfernt und liegen knapp über den zur Ernte erzielten Preisen, nachdem der Erzeugererlös im Herbst sogar deutlich gefallen war.

Die zurzeit erfreuliche Entwicklung am Biodieselmarkt kann aber nicht über den insgesamt drastischen Rückgang des Verbrauchs seit 2007 hinwegtäuschen, der durch die Erhöhung der Besteuerung von Biokraftstoffen verursacht worden ist. So ist der Verbrauch von reinem Biodiesel von 1,821 Mio. Tonnen (t) im Jahr 2007 auf nur noch 240.600 t im vergangenen Jahr gesunken. Im Gegenzug stieg zwar der Verbrauch für die Beimischung zum Mineraldiesel im gleichen Zeitraum von 1,423 Mio. t auf 2,276 Mio. t, der Anstieg konnte aber den Rückgang beim Reinkraftstoff nicht kompensieren. Insgesamt sank der Biodieselverbrauch von 2007 bis 2009 von 3,245 Mio. t auf 2,517 Mio. t. Gleichzeitig sank der Verbrauch von reinem Pflanzenöl als Kraftstoff von 756.000 t auf nur noch 100.000 t. Angesichts der Entwicklung beim Biodiesel fordert die Branche nach wie vor eine Rücknahme der steuerlichen Benachteiligung der Wettbewerbsfähigkeit. Der drastische Nachfrageeinbruch hatte bereits zur Stilllegung oder Insolvenz zahlreicher Ölmühlen geführt. (Top Agrar)

14.04.2010

Erneuerbare Energien sollen Konjunktur beleben

Die Erneuerbare-Energien-Branche will die Politik von ihrer Leistungsfähigkeit überzeugen. Bis 2020 kündigt sie 235 Mrd. € Investitionen und 200.000 neue Arbeitsplätze an. Ein solches "Investitionsangebot" hat der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) heute in Berlin vorgelegt. Danach will die Branche bis 2020 ihre Investitionen auf jährlich 28,9 Mrd. € erhöhen. 2009 lag die Investitionssumme bei 17,7 Mrd. €. In der Summe ergeben sich über zehn Jahre 235 Mrd. €, die in die Errichtung von Anlagen zur Erzeugung von erneuerbarem Strom, Wärme oder Kraftstoffen fließen sollen. Zum Vergleich: Seit dem Jahr 2000 bis heute haben die Unternehmen rund 94 Mrd. € in die Errichtung von Anlagen zur Erzeugung von Wind-, Sonnen- oder Bioenergie gesteckt.

Wir werden zur Belebung der Konjunktur beitragen", sagte BEE-Geschäftsführer Björn Klusmann heute in Berlin. Die Zahl der Arbeitsplätze soll sich bis 2020 um 200.000 auf 500.000 erhöhen. Der BEE warnte die Bundesregierung erneut vor zusätzlichen Subventionskürzungen. „Die Förderung in Erneuerbare Energien refinanziert sich durch zusätzliche Mehrwertsteuereinnahmen", hält Klusmann dagegen. Der Bundestag debattiert ab kommender Woche über die geplanten Kürzungen bei der Solarförderung. Außerdem steht eine Haushaltssperre für das Marktanreizprogramm für erneuerbare Wärmeproduktion an. (Agrarzeitung)

13.04.2010

Abgeordnete für Angleichung der Direktzahlungen

Direktzahlungen soll es auch nach 2013 geben. Darüber waren sich alle Fraktionen im Agrarausschuss des Europäischen Parlamentes am Montag in Brüssel einig. Die Subventionen für die Landwirte müssten aber besser begründet und fairer verteilt werden, stimmten die meisten Abgeordneten im Ausschuss mit den Berichtsentwurf von George Lyon von der liberalen Fraktion überein. Die Höhe des EU-Agrarhaushaltes sollte erhalten bleiben, um eine starke europäische Agrarpolitik fortsetzen zu können, meinen die Fachleute im Parlament. Die Direktzahlungen sollen nach 2013 stufenweise aneinander angeglichen werden, bestätigte Albert Deß, Sprecher der Christdemokraten im Agrarausschuss. Einer Staffelung der Direktzahlungen nach der Kaufkraft im jeweiligen EU-Mitgliedstaat, wie von Lyon vorgeschlagen, stehen die Sozialdemokraten allerdings skeptisch gegenüber. Martin Häusling von den Grünen forderte eine Kürzung der Direktzahlungen in Großbetrieben. Das EP wird im Juli eine Resolution zur GAP nach 2013 verabschieden. (Agrarzeitung)

13.04.2010

3D Bauplaner Landwirtschaft

Landwirte können ab sofort den Ausbau ihres Hofs selbst in die Hand nehmen. Die Neuheit richtet sich an alle Landwirte, die gern ihren Hof ausbauen und modernisieren möchten. Das CAD-Programm 3D Bauplaner Landwirtschaft hilft bei der Planung und konzipiert Stallanlagen, Silos, Vorratsbehälter, Pflasterarbeiten, Werkstätten oder gar Windkraftanlagen direkt am Windows-Bildschirm. Das Planungsprogramm für Landwirte hilft dabei, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.

Auf einem landwirtschaftlich genutzten Hof gibt es immer etwas zu bauen. Da geht es etwa darum, die Stallanlagen zu erweitern, einen neuen Silo oder Vorratsbehälter zu errichten, einen Unterstand für den Fuhrpark zu bauen oder eine Werkstatt zu planen. Mitunter investieren die Bauern auch in die eigene Zukunft und gehen endlich den Bau einer Biogasanlage, eines Solardaches oder einer Windkraftanlage an.

Doch warum für die Planung gleich einen Architekten beauftragen, wenn sie sich auch in Eigenregie mit dem 3D Bauplaner Landwirtschaft am eigenen Bildschirm vorbereiten lässt. Dies hat einen gewaltigen Vorteil: Die Planungen lassen sich so lange immer wieder neu variieren, bis jedes Detail perfekt ist. Kompromisse waren gestern: Erst, wenn am 3D-Bildschirm alles stimmt, werden die Pläne an den Profi weitergereicht.

Bodo Zeidler, Geschäftsführer der verantwortlichen Creative Amadeo GmbH: „Allein 40.000 Ställe werden jedes Jahr in Deutschland gebaut. Natürlich müssen dabei EU-Verordnungen und bauliche Vorschriften eingehalten werden, sodass ohne die fachkundigen Architekten und Fachleute nichts geht. Die Landwirte können aber bereits im Vorfeld die grundlegende Planung erledigen und Größe, Lage und Aufbau festlegen. Dabei hilft der 3D Bauplaner Landwirtschaft gern.“ Creative Amadeo bietet die Software auf Software-jetzt-shop.de zum Kauf, Versand und Download an. (Land & Forst)

12.04.2010

Großbetriebe weiter von Kürzungen bedroht

Kürzungen der Direktzahlungen in Großbetrieben bleiben in der Debatte über die künftige Ausrichtung der europäischen Agrarpolitik (GAP) auf dem Tisch. Obergrenzen für die Zahlungen könnten dazu beitragen, die Akzeptanz für Agrarsubventionen in der Öffentlichkeit zu verbessern, erklärte EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos am Montag in Brüssel. Er schränkte allerdings ein, dass die Idee keine Mehrheit unter den EU-Mitgliedstaaten habe. Im Rahmen der „Gesundheitsüberprüfung der GAP" hatte die Kommission bereits vor Jahren eine Staffelung der Zahlungen nach Betriebsgrößen vorgeschlagen. Ciolos will die Idee nun noch einmal aufgreifen.
Der EU-Agrarkommissar rief zu Beginn der Woche zu einer möglichst breiten Debatte in der Öffentlichkeit über die GAP auf. Beiträge können dazu im Internet bis Juni eingereicht werden. Zunächst einmal wolle er zuhören und über die Ziele der Agrarpolitik diskutieren, betonte Ciolos. Erst für das Jahresende kündigt er Mitteilungen der Kommission mit Eckpfeilern für die GAP nach 2013 an. (Agrarzeitung)

25.03.2010

Solarpläne halten Regierung in Atem

Der Bundestag steigt in die Debatte um die künftige Solarförderung ein. Heute verwies das Parlament den Gesetzentwurf von Umweltminister Norbert Röttgen an den Umweltausschuss.  Dort sind Änderungen von Vergütungen für Solarmodule auf Ackerflächen wahrscheinlich. Zwar hält die CDU/CSU-Fraktion vehement daran fest, die Subventionen für Photovoltaik auf Äckern zu streichen. Ein Kompromiss mit der FDP und der bayerischen CSU deutet sich jedoch bei der Frist an.

Unstrittig in der Koalition ist hingegen die im Gesetzentwurf geplante Kürzung der Einspeisevergütung für Solaranlagen auf Dächern ab 1. Juli 2010 um 16 Prozent. Solarparks auf Freiflächen sollen 15 Prozent, solche auf Industriebrachen elf Prozent weniger Vergütung erhalten. In der Opposition protestierten heute sowohl SPD, als auch Grüne und Linke gegen die Kürzungspläne. Die Linke forderte, das Vorhaben gänzlich zurück zu nehmen. Eine Entscheidung des Bundestages über die künftige Solarförderung wird es frühestens Ende April geben. Einige ostdeutsche Länder wollen am Freitag über den Bundesrat niedrigere Kürzungen für die Solarbranche durchbringen. (Agrarzeitung)

20.03.2010

Nachhaltigkeitsnachweise im Internet

Für die Dokumentation der Nachhaltigkeit von Biomasse, die für Blockheizkraftwerke oder als Biokraftstoff verwendet wird, ist jetzt eine Internetanwendung freigeschaltet. Sie erlaubt die Ausstellung von Teilnachweisen. Mit Nachhaltigkeitsnachweisen wird dokumentiert, dass alle Anforderungen der deutschen Nachhaltigkeitsverordnungen für eine bestimmte Menge Biokraftstoff oder flüssige Biomasse erfüllt werden. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) weist darauf hin, dass solche Nachweise nur von den letzten Schnittstellen der Produktionskette ausgestellt werden. Das können Hersteller von Biodiesel oder Bioethanol sein, aber auch Betreiber von Biogasanlagen.

Solche Unternehmen müssen ein von der BLE anerkanntes Zertifizierungssystem verwenden und von einer ebenfalls anerkannten Zertifizierungsstelle zertifiziert sein. Dort müssen auch die Nachhaltigkeitsnachweise für die Biomasse  vorliegen. Die BLE hat jetzt mit Nabisy eine Online-Web-Anwendung freigeschaltet, mit der alle Wirtschaftsbeteiligten Nachhaltigkeits-Teilnachweise beantragen können. (Agrarzeitung)

20.03.2010

Weltbank warnt vor Energiekrise

Die Weltbank hat Europa und die zentralasiatische Region vor einer schweren Energiekrise gewarnt. In Osteuropa, der ehemaligen Sowjetunion und Zentralasien seien in den kommenden 20 Jahren, Investitionen von rund 3,3 Bio. US-$ erforderlich, um die Energieversorgung aufrecht zu erhalten. Davon seien bis 2030 knapp 1,3 Bio. US-$ notwendig, um die Verfügbarkeit von Öl, Gas und Kohle sicherzustellen. Darüber hinaus seien höhere Kapazitäten in der Stromnetzinfrastruktur erforderlich, die einer Finanzierung in Höhe von 1,5 Bio. US-$ bedürfen. Weitere 500 Mrd. US-$ müssten in den Fernwärmeausbau fließen.

Andernfalls drohten trotz der verfügbaren Reserven massive Engpässe, berichtet Pressetext.de. Bis 2030 könne die gesamte Region vom Netto-Energieexporteur zum Importeur werden. Die Weltbank geht in Europa und Zentralasien von einem Anstieg der Nachfrage nach Primärenergie wie Kohle oder Gas um 50 Prozent bis 2030 aus. (Agrarzeitung)

19.03.2010

Beimischung von Bioethanol steigt rasant

Der Absatz von Bioethanol in Deutschland ist 2009 kräftig gewachsen. Dagegen hat Biodiesel verloren. Beide Biokraftstoffe werden überwiegend beigemischt. Mehr als 900.000 t Bioethanol sind 2009 in Deutschland als Kraftstoff verwendet worden. Gegenüber dem Vorjahr ist die Menge um 44 Prozent gestiegen, zeigen die Statistiken des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa), die jetzt für das Kalenderjahr vorliegen. Für Biodiesel und Pflanzenöl als Kraftstoff weist die Behörde dagegen im Jahresvergleich einen Verbrauchsrückgang um 16 Prozent auf rund 2,6 Mio. t aus.

Vom Biodiesel sind 2009 fast 2,3 Mio. t dem mineralischen Diesel beigemischt worden. Als Reinkraftstoff sind nach den Bafa-Zahlen 2009 nur noch etwa 240.000 t B-100 und 100.000 t Pflanzenöl getankt worden. Bioethanol wird fast ausschließlich beigemischt, größtenteils in Reinform. Sinkende Bedeutung hat die Verwendung von Bioethanol zur Herstellung des Benzinzusatzes ETBE. Äußerst gering ist der Verbrauch von Bioethanol als Reinkraftstoff (E-85). Er hat sich bislang an Tankstellen kaum durchgesetzt. (Agrarzeitung)

19.03.2010

Bei Finanzierungen den Überblick behalten

Die Finanzierung mit Fremdkapital wird für Betriebsleiter immer wichtiger.  Um den Überblick zu bewahren bietet die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen Unterstützung an. Im Rahmen ihrer Finanzberatung offeriert sie Hilfen im Internet sowie den monatlichen Fax-Dienst "Unternehmen im Blick". In dem Fax-Dienst liegt der Schwerpunkt neben der Finanzierung auch auf den Themen Förderung und Unternehmensentwicklung. Mit einer einfachen Kreditübersicht auf Excel-Basis, die die wichtigsten Informationen aus den abgeschlossenen Kreditverträgen enthält, könne die Finanzierung im Blick gehalten werden. So hätten im Fall des Falles auch die Familienmitglieder die Möglichkeit, sich schnell einen Überblick über die gesamte Finanzierung zu verschaffen, ohne endlos Verträge wälzen zu müssen.

Darüber hinaus können sich Landwirte aber auch an ihren Unternehmensberater der Landwirtschaftskammer wenden. Dieser bietet mit dem "Finanzcheck" eine systematische Überprüfung der Fremdfinanzierung des landwirtschaftlichen Betriebes an. (Agrarzeitung)

17.03.2010

Modulation kommt Landwirten zugute

Landwirte profitieren am meisten von den Geldern für die ländliche Entwicklung. Die neuen Mittel aus der zweiten Säule fließen vor allem in Investitionshilfen und höhere Prämien für Agrarumweltmaßnahmen. Die Bundesländer stecken die über die Modulation gekürzten Direktzahlungen insbesondere in Maßnahmen für die Landwirtschaft. Mehr als 70 Prozent der Mittel kommen über Länderprogramme wieder bei den landwirtschaftlichen Betrieben an, zeigt eine in dieser Woche veröffentlichte Studie des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (vTI) aus Braunschweig. Die EU-Kommission hatte im Health-Check 2008 über eine höhere Modulation mehr Geld bei den Direktzahlungen gekürzt und in die ländliche Entwicklung verschoben. Viele Landwirte hegten danach die Befürchtung, dass ihre gekürzten Subventionen in der Erneuerung von Dorfplätzen landen könnten. Dies widerlegt die Studie, die alle im Jahr 2009 aufgelegten Länderprogramme untersucht hat. Vielmehr hätten die Bundesländer die neuen Gelder über einzelbetriebliche Investitionsförderung und Agrarumweltprämien wieder an die Landwirtschaft zurück verteilt.

Ein Grund dafür sei auch der Druck auf die Politik gewesen, auf die 2009 gesunkenen Agrarpreise zu reagieren, so der Autor der Studie Andreas Tietz. Ursprünglich hatte die EU-Kommission die Modulation für so genannte „neue Herausforderungen" wie Klimawandel, erneuerbare Energien, Wassermanagement und Artenvielfalt vorgesehen. Bis zum Jahr 2013 stehen aus diesem Topf in Deutschland noch rund 1 Mrd. € zur Verfügung. Die Studie trägt zur Debatte um die künftige EU-Agrarpolitik nach 2013 bei. Denn auch jetzt stehen Förderziele wie Klimawandel, erneuerbare Energien und Artenvielfalt ganz oben auf der Liste EU-Kommission. (Agrarzeitung)

16.03.2010

Mittel für Liquiditätshilfe erschöpft

 

 

Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat vergangene Woche den Stopp des Antragverfahrens für das aktuelle Liquiditätshilfeprogramm verkündet. Anträge, die bis einschließlich 9. März bei der Rentenbank eingegangen sind, sollen im „Windhundverfahren" (der Reihe nach) und im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel bedient werden.

Um darüber hinausgehende Anträge berücksichtigen zu können, drängen WLV und DBV das Bundeslandwirtschaftsministerium, die ursprünglich für 2011 vorgesehenen Fördermittel auf das Jahr 2010 umzuschichten. Für 2010 und 2011 waren jeweils 25 Millionen Euro vorgesehen. Zudem müsse über ein Nachfolgeprogramm nachgedacht werden. (Top Agrar)

16.03.2010

Solarkürzung auf Oktober verschoben

 

 

Die Regierungskoalition will offenbar die Kürzung der Einspeisevergütungen weiter nach hinten schieben. So ist nun im Gespräch, dass erst ab 1. Oktober die Kürzungen für Freiflächenanlagen in Kraft treten sollen. Für Dachanlagen soll es indes bei der Frist 1. Juli bleiben. Darauf haben sich gestern die Koalitionsexperten laut Münchner Merkur geeinigt. Damit gilt die bisherige Förderung für Freiflächenanlagen ebenfalls noch bis Ende September. 

Die Kürzungssätze sollen wie bisher beschlossen erhalten bleiben. So sollen die Vergütungen für Dachanlagen um 16 Prozent sinken. Für Freiflächenanlagen beträgt die Kürzung 15 Prozent. Nach wie vor sollen Anlagen auf  Ackerflächen ab Oktober nicht mehr förderfähig sein, falls der Entwurf in dieser Form das Gesetzgebungsverfahren überstehen sollte. Nach unseren Informationen sollen beispielsweise an Bahngleisen und an Autobahnen die Randflächen bis 200 m förderfähig bleiben. (dlz)

15.03.2010

Rumpf: Milchquoten bundesweit handeln

 

 

Die Milchquoten sollen künftig bundesweit gehandelt werden. Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsministerin Juliane Rumpf will den Mitte Februar gefassten Bundesratsbeschluss zügig umsetzen. In einem Schreiben an Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner fordert Rumpf, den mit großer Mehrheit gefassten Beschluss des Bundesrates, Milchproduktionsrechte künftig bundesweit zu  handeln, zügig umzusetzen. Die Bundesländer hätten "mit deutlicher Mehrheit für die Zusammenlegung der beiden Übertragungsbereiche votiert", schreibt Rumpf und bittet Aigner einen Verordnungsentwurf vorzulegen, der eine bundesweite Handelbarkeit von Milchquoten ermöglicht. 
Derzeit kann Milchquote nur entweder im Gebiet der alten oder der neuen Bundesländer zwischen den landwirtschaftlichen Betrieben gehandelt werden. Der Kauf von Milchquote ist dabei die Voraussetzung, um die produzierte Milch in der Größenordnung der zuvor erworbenen Quotenrechte auch tatsächlich auf den Markt bringen und dort absetzen zu dürfen. (agrarzeitung)

11.03.2010

Stufenmodell für EU-Prämien gewinnt Anhänger

 

 

Die Bundesländer suchen eine gemeinsame Position zur künftigen EU-Agrarpolitik. Ein Stufenmodell für die Direktzahlungen gewinnt mehr Anhänger. „Wir müssen damit rechnen, dass es zu einer Absenkung des EU-Agrarhaushaltes insgesamt kommen kann", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus am Donnerstag im Schweriner Landtag. Er hält ein Stufenmodell für die Direktzahlungen aus einheitlicher Grundprämie plus Leistungsprämie für "zukunftsweisend und mehrheitsfähig in Europa". Ein ähnliches Konzept hatte zu Jahresbeginn die Agrarministerin aus Schleswig-Holstein, Juliane Rumpf, ins Gespräch gebracht. Auch die Agrarminister von Nordrhein-Westfalen, Eckhard Uhlenberg, und Bayern, Helmut Brunner, haben sich diese Woche darauf geeinigt, dass die Direktzahlungen stärker an den Leistungen der Landwirtschaft orientiert werden sollen.
Eine einheitliche Flächenprämie für ganz Europa von 260 €/ha, wie sie in Brüssel im Gespräch ist, lehnen alle Bundesländer ab. Das Stufenmodell könnte ein Kompromiss sein, weil es den Ländern erlaubt, über die Leistungsprämie regionale Besonderheiten zu vergüten.  Kommende Woche treffen sich Bund und Länder erneut in Berlin, um an einer einheitlichen deutschen Position zur EU-Agrarpolitik zu feilen. (agrarzeitung)

10.03.2010

Solarheizungen -Umweltminister verlängert Heizkessel-Abwrackprämie

 

 

Ende Februar hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen die seit zwei Jahren gewährte Abwrackprämie für alte Heizungen zur Förderung der Solarwärme um ein weiteres Jahr verlängert. Dies teilte der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) mit.
Berlin -  Bis Ende 2010 erhalten Eigenheimbesitzer beim Austausch alter Heizkessel gegen einen neuen solarunterstützten Brennwert- oder Pelletkessel je nach Größe der Anlage bis zu 4.825 Euro als Investitionskostenzuschuss. Beim Neubau ist der Einsatz von Erneuerbaren-Energien-Heizungen inzwischen in Deutschland vorgeschrieben.

Nachfrage auch 2010 vermutlich hoch.

Auch für Neubauten gibt es Zuschüsse für die Solarwärme-Nutzung, die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ausgezahlt werden. Die Anzahl installierter Solarwärmeanlagen ist im vergangenen Jahr nach Angaben des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) stark gewachsen. Insgesamt sind in Deutschland nach Verbandsangaben bereits 1,4 Mio. Solarwärmeanlagen in Betrieb. Allein im vergangenen Jahr kamen rund 150.000 Solarwärmeanlagen dazu. Auch für dieses Jahr rechnet der Verband mit einer hohen Nachfrage.
"Dafür sprechen weiterhin attraktive staatliche Zuschüsse, über drei Millionen sanierungsreife, ineffiziente Heizungen und die Erwartung, dass die Energiepreise mit der Wiederbelebung der Weltwirtschaft deutlich steigen werden", so Helmut Jäger, 2. Vorsitzender des BSW-Solar. (joule)

08.03.2010

Öko-Förderung unangetastet

 

 

Der Haushaltsausschuss des Bundestag hat die Umschichtung von Haushaltsmitteln zu Lasten des Bundesprogramms Ökolandbau (BÖL) rückgängig gemacht. Demnach
werden die Mittel für das BÖL nicht gekürzt und die 3,3 Mio. € wieder in den Haushalt eingestellt. Die Kürzungen waren ursprünglich geplant, um die Exportförderung für Agrarprodukte zu finanzieren. 
Nach der Entscheidung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages bleiben die Verpflichtungsermächtigungen für Forschungsprojekte im Bundesprogramm Ökologischer Landbau erhalten. So kehrt nach Einschätzung von Thomas Dosch, Präsident des Anbauverbands Bioland, für die Ökoforschung wieder "Planungssicherheit" ein. Insbesondere mehrjährige Forschungsprojekte zu Klimaschutz , Bodenschutz und zur weiteren Optimierung ökologischer Landbaumethoden wären bei Umsetzung der Kürzungspläne gefährdet gewesen.
Die Mittel im Bundesprogramm Ökologischer Landbau betragen jährlich 16 Mio. €, davon rund 8 Mio. € für Forschungsprojekte. Zum Vergleich:  Für Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsvorhaben zu nachwachsenden Rohstoffen sowie deren Markteinführung stellt der Bund jährlich rund 50 Mio. € zur Verfügung. (agrarzeitung)

04.03.2010

BVVG kann wieder Flächen verkaufen

 

 

Gestern hat das Bundesfinanzministerium den Stopp des BVVG-Flächenverkaufs aufgehoben. Ab sofort können somit BVVG-Flächen wieder ausgeschrieben werden, in der Regel alternativ zum Verkauf oder zur Verpachtung, teilt Bundesfinanzminister Schäuble mit.

Weitere Details der Bund-Länder-Vereinbarungen sehen wie folgt aus:
1. Unternehmen mit arbeitsintensiven Bewirtschaftungsformen werden künftig pro Jahr 5.000 ha landwirtschaftlicher Flächen im Wege beschränkter Ausschreibungen angeboten.
 
2. Ein Direkterwerb durch die bisherigen langfristigen Pächter bleibt unter Zugrundelegung aktueller Verkehrswerte möglich. Dafür gelten künftig folgende Grenzen: Betriebe, die BVVG-Flächen langfristig gepachtet haben, können insgesamt bis zu 450 Hektar direkt von der BVVG erwerben (Summe aus Direkterwerb und begünstigtem EALG - Erwerb). In Sachsen-Anhalt wird die Höchstgrenze grundsätzlich auf 100 Hektar Zukauf im Direkterwerb zum Verkehrswert festgelegt.
 
3. Die relative Obergrenze für den Direkterwerb wird künftig, in Erweiterung der bisherigen Regelung, in Abhängigkeit vom Anteil der BVVG-Pachtfläche an der Gesamtbetriebsfläche des Pächters zum 01.01.2010 auf bis zu 100 Prozent Eigentumsanteil bei einem BVVG-Pachtflächenanteil von 50 Prozent und mehr gestaffelt angehoben. In erster Linie betrifft das kleinere Unternehmen, die im Regelfall einen höheren BVVG-Flächenanteil als größere Betriebe aufweisen.
 
4. Sofern sich Kaufinteressenten und BVVG beim Direktverkauf nicht über den Kaufpreis einigen, können sie Gutachter mit der Wertermittlung beauftragen. Die Kosten übernehmen BVVG und Interessent je zur Hälfte. Einen Mustervertrag können Landwirte auf der Homepage des Bundesfinanzministeriums herunterladen.
 
5. Betriebe, die BVVG-Flächen langfristig gepachtet haben, können anstelle des Direkterwerbs ihren Pachtvertrag entweder unter Beibehaltung der Direkterwerbsmöglichkeiten für bis zu vier Jahre oder bei Verzicht auf die Direkterwerbsmöglichkeiten für bis zu neun Jahre – jeweils unter Zugrundelegung aktueller Konditionen– neu abschließen.
 
6. Durch die Beibehaltung der bisherigen Pächterschutzklausel ist sichergestellt, dass kein Betrieb durch den Entzug von BVVG-Flächen in seiner Existenz gefährdet ist.

 

(dlz)

22.02.2010

EU-Agrarminister diskutieren Subventionen für Bauern

 

Die europäischen Landwirtschaftsminister beraten heute (Montag/11.00) über die milliardenschweren EU- Agrarsubventionen. Die Konferenz in Brüssel leitet die heiße Phase in den Verhandlungen über die künftige Ausgestaltung der gemeinsamen EU- Agrarpolitik ein. Deutschland und Frankreich wollen für die Bauernsubventionen kämpfen, marktliberalere Länder wie Großbritannien wollen sie eindampfen. Mit jährlich gut 56 Milliarden Euro sind die Fördertöpfe für die Landwirtschaft der größte Posten im EU-Haushalt.
Es ist der erste Ministerrat mit dem neuen EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos.
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) wird zudem ihren neuen Staatssekretär Robert Kloos in Brüssel vorstellen. Der vormalige Leiter der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hatte Ende Januar überraschend Amtschef Gert Lindemann abgelöst.
Die Minister diskutieren auch über Möglichkeiten einer EU- Tierschutzkennzeichnung. Bislang gibt es auf EU-Ebene lediglich das Bio-Siegel, das auch höhere Tierschutzstandards vorschreibt, sowie unter anderem Kennzeichnungen für Eier.

(Land & Forst)

12.02.2010

Bundesrat mit Landwirtschaftshilfen einverstanden

 

Der Bundesrat gibt Landwirtschaftshilfen grünes Licht. Für 2011 ruft das Gremium zum Sparen auf. Der Bundesrat akzeptiert die Ausgabenhöhe des Haushalts 2010 der Bundesregierung. "Der Bundesrat erkennt an, dass vor dem Hintergrund der aktuell angespannten gesamtwirtschaftlichen Situation für den Haushaltsplan des Bundes 2010 ein starker Anstieg der Nettokreditaufnahme nicht zu vermeiden war", so die offizielle Mitteilung des Ländergremiums. Damit stimmt der Bundesrat auch den im Haushalt verankerten Landwirtschaftshilfen von 750 Mio. € zu, die Agrarministerin Ilse Aigner für 2010 und 2011 darin festgeschrieben hat. Bei den Hilfen handelt es sich um die Unterstützung der landwirtschaftlichen Unfallversicherung, der Grünland- und Kuhprämie wie weitere Liquiditätshilfen. In seiner Stellungnahme zum Haushalt weist der Bundesrat jedoch darauf hin, dass die Neuverschuldung in den Folgejahren wieder ausgeglichen werden soll. Endgültig zustimmen wird der Bundesrat dem Haushalt erst Ende März, wenn der Haushalt auch vom Bundestag abgesegnet worden ist. (agrarzeitung)
12.02.2010

Bundesrat entscheidet für ein Milchquotengebiet

 

Die Milchquotengebiete Ost und West sollen vereinigt werden. In seiner heutigen Sitzung hat der Bundesrat einem diesbezüglichen Entschließungsantrag der Bundesländer Schleswig-Holstein und Niedersachsen zugestimmt. Danach bittet der Bundesrat die Bundesregierung zum 1. April 2010 die rechtlichen Voraussetzungen für eine bundesweite Handelbarkeit von Milchquoten zu schaffen. Der Beschluss sieht weiter vor, „das bestehende System von nicht mehr zeitgemäßen Beschränkungen und Befristungen zu befreien".

Das Milchquotensystem müsse zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit weiter flexibilisiert werden, haben die Länder betont. Es bestehe kein Zweifel mehr, dass die Milchquotenregelung im Jahr 2015 auslaufen werde. Daher sei es nicht sinnvoll, weiter an engen und die Umstrukturierung behindernden Bindungs-, Bewirtschaftungs- und Übertragungsbeschränkungen sowie Fristen im geltenden Recht festzuhalten, heißt es in der Mitteilung abschließend. (agrarzeitung)

12.02.2010

Biokraftstoff heizt Agrarpreisen ein

 

Die zunehmende Verwendung von Mais und Pflanzenölen für die Biokraftstofferzeugung wird die internationalen Agrarpreise auf hohem Niveau halten. Tierhalter müssen mit steigenden Kosten rechnen. Zum wachsenden Bedarf an Agrarrohstoffen für die Energieerzeugung kommt eine lebhaftere globale Nachfrage nach Nahrungsmitteln, erwartet das amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA in einem Ausblick auf die kommenden zehn Jahre. Deswegen prognostiziert es bis zum Jahr 2019 ein „historisch hohes Niveau" der Preise für Mais und Ölsaaten. Damit bleiben die Futtermittel für die Tierhalter teuer. Das USDA geht davon aus, dass die Fleischpreise auf Dauer ebenfalls steigen werden, sobald die internationale Konjunktur wieder Fahrt aufnimmt. Zuvor müssen sich die Fleischerzeuger jedoch noch mit einer angespannten wirtschaftlichen Situation abfinden.

Traditionell legt das USDA im Februar seine Zehnjahresprognose zu den internationalen Agrarmärkten vor. Die Analyse bietet die Basis für das jährliche „Agricultural Outlook Forum" des Ministeriums, das Donnerstag und Freitag nächster Woche in Arlington im US-Bundesstaat Virginia stattfindet. (agrarzeitung)

10.02.2010

Mehr Geld für die Agrarexportförderung

 

BERLIN. Union und FDP haben sich auf eine Aufstockung der Mittel für die Agrarexportförderung verständigt. Wie die agrarpolitischen Sprecher der beiden Koalitionsfraktionen, Peter  Bleser  und Dr. Christel  Happach-Kasan, nach der abschließenden Beratung des Agrarhaushalts heute im Ernährungsausschuss mitteilten, soll der Titel „Verstärkung der Außenhandelsbeziehungen“ von 3 Mio Euro auf mehr als 6 Mio Euro erhöht werden. Mit den zusätzlichen Mitteln sollen Projekte der German Export Association for Food and Agriproduct (GEFA) unterstützt werden. „Durch diese Anschubfinanzierung stellen wir entscheidende Weichen, um dieses zukunftsfähige Konzept einer zentralen Plattform zur Koordination sektorübergreifender Exportaktivitäten mit allen Säulen der Agrarwirtschaft ins Laufen zu bekommen“, erklärten Bleser und Happach-Kasan. Jetzt liege es an der Agrar- und Ernährungsbranche, sich schnellstmöglich an dieser gemeinsamen Dachorganisation finanziell und konzeptionell zu beteiligen und die angebotenen Hilfen anzunehmen. Die Gelder leisteten einen Beitrag zu mehr Wertschöpfung und zur Schaffung weiterer Arbeitsplätze in der Ernährungswirtschaft. Den Abgeordneten zufolge ist Eile geboten. Bereits im Februar müssten Anträge gestellt werden, um bei der EU bereitstehende Mittel zu binden. „Die Politik hat ihre Hausaufgaben gemacht, bleibt zu hoffen, dass die Branche ebenso einig nachzieht“, so die beiden Koalitionspolitiker. Außer für die Verstärkung der Außenhandelsbeziehungen sind im Etat des Bundeslandwirtschaftsministeriums 4,5 Mio Euro für Messeauftritte des Ressorts vorgesehen. (Land & Forst)

06.02.2010

Gaseinspeisung und Wärmegesetz als Reizthemen

 

Um Fuß auf dem Gasmarkt zu fassen, pocht die Biogasbranche auf eine stärkere politische Flankierung durch ein neues Gesetz. Das ist auf der Jahrestagung des Fachverbandes Biogas (FvB) in Leipzig deutlich geworden, wo neben politischen Rahmenbedingungen vor allem technische Entwicklungen diskutiert wurden. Für FvB-Geschäftsführer Dr. Claudius  da Costa  Gomez   sind Netzanschlussverpflichtung und eine verlässliche Vergütung die Kernforderungen. Ob dies eine feste oder preisorientierte Vergütung sein solle, „da sind wir noch voll in der Diskussion“, sagte da Costa Gomez. Gleichzeitig wandte er sich dagegen, für Biogas stärker das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) zu öffnen, wo derzeit für Biogas ein Mindestanteil von 50 % sowie die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) Bedingung sind. Unterstützung erhielt Costa Gomez vom CDU-Bundestagsabgeordneten Johannes  Röring. „Ich bin gegen ein Verheizen von Biogas in Wärmekesseln, dafür ist es viel zu wertvoll“, sagte Röring bei einer Podiumsdiskussion und stellte sich damit gegen eine Forderung des Biogasrates. Zugleich ging er damit auf Distanz zu einer Ankündigung im Koalitionsvertrag von Union und FDP, wo es heißt, man wolle die Bedingungen für die Biogas-Einspeisung im EEWärmeG verbessern. Gegen Lockerungen der KWK-Pflicht für Biogas im EEWärmeG sprach sich in Leipzig auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Dirk  Becker  aus. (Land & Forst)

05.02.2010

Leitfaden für Biomasse veröffentlicht

 

Der Leitfaden zur nachhaltigen Biomasseherstellung ist fertig. Er erläutert, wie die Nachhaltigkeitsverordnungen in der Praxis umgesetzt werden. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) erklärt in dem Leitfaden die gesetzlichen Vorgaben für alle Beteiligten, die mit flüssiger Biomasse zur Strom- oder Kraftstoffherstellung zu tun haben. Besonders wichtig sind die Informationen für den gesamten Agrarhandel, da beispielsweise für Raps künftig ein Nachweis über die nachhaltige Erzeugung zur Regel wird. In der weiteren Kette folgen die Verarbeiter der Agrarrohstoffe bis zur Verwendung im Energiesektor.

Entsprechend der Vielfalt der Fragestellungen umfasst der Leitfaden 80 Seiten. Er kann als PDF bei der BLE heruntergeladen werden. (agrarzeitung)

05.02.2010

Neue Formulare für Agrardieselrückerstattung

 

Die Anträge auf Steuerrückerstattung für Agrardiesel in Betrieben der Land- und Forstwirtschaft für das Verbrauchsjahr 2009 können ab sofort beim Rheinischen Landwirtschafts-Verband (RLV) angefordert werden. Für den zur Produktion von pflanzlichen oder tierischen Erzeugnissen durch Bodenbewirtschaftung verbrauchten Kraftstoff kann eine Erstattung der Differenz zwischen regulärem und begünstigtem Steuersatz beantragt werde. Dadurch wird Agrardiesel, der wie normaler Dieselkraftstoff versteuert wird, nachträglich ermäßigt. Differenz zwischen regulärem und begünstigtem Steuersatz beträgt laut RLV 21,48 Cent je Liter.

Anträge für das Verbrauchsjahr 2009 müssen bis spätestens zum 30. September 2010 beim Hauptzollamt Frankfurt/Oder in 03044 Cottbus, Drachhausener Straße 72 gestellt werden. Die neuen Formulare können beim RLV heruntergeladen oder bestellt werden. (agrarzeitung)

05.02.2010

Schleswig-Holstein stoppt drei Förderprogramme

 

Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein hat drei Förderprogramme zunächst ausgesetzt und wird für diese vorläufig keine weiteren Anträge entgegen nehmen.

Begründet wurde der vorläufige Antragsstopp mit der Haushaltslage. Auch diese Förderprogramme müssten daher auf den Prüfstand, heißt es von Seiten des Ministeriums. Die Regelung gilt für das Agrarinvestitionsförderprogramm (AFP), das Milchinvestitionsförderprogramm (MFP) sowie das Biomasseförderprogramm. Eine Entscheidung für das weitere Vorgehen solle noch im Frühjahr fallen. Bereits bewilligte Projekte werden weiter abgewickelt. So sind für AFP und MFP für das Jahr 2010 bereits zirca 7,2 Millionen Euro bewilligt.

Beim AFP beziehungsweise dem MFP war schon in der Vergangenheit die staatliche Unterstützung abgesenkt worden, zuletzt auf rund 25.000 bis 30.000 Euro pro Förderung bei ungefähr 200 Fällen pro Jahr. Beim Biomasseförderprogramm gibt es bereits bestehende Bewilligungen in Höhe von rund einer Million Euro im Jahr 2010. Eine Besonderheit hier ist, dass unabhängig vom aktuellen vorläufigen Antragsstopp Biomasseprojekte von kommunalen Gebietskörperschaften künftig weiterhin bezuschusst werden können, wenn für die Konfianzierung des EU-Anteils öffentliche Mittel der Kommunen eingesetzt werden. (agrarheute)

04.02.2010

Obama spart bei den Farmern

Die Regierung der USA plant für das Jahr 2011 die Obergrenze für Subventionen herunter zu setzen. Zurzeit erhalten Landwirte Subventionen, wenn ihr bereinigtes Bruttoeinkommen aus der Landwirtschaft weniger als 750.000 US-Dollar beträgt oder ihr nichtlandwirtschaftliches bereinigtes Bruttoeinkommen weniger als 500.000 US-Dollar.

Dieses Limit möchte die Regierung unter Obama während drei Jahren um je 250.000 US -Dollar heruntersetzen. Zusätzlich soll die Gesamtsumme an Subventionen pro Farmer ebenfalls um 25 Prozent sinken. Dem Vorschlag zufolge würde in Zukunft kein Farmer mehr als 30.000 US-Dollar Unterstützung pro Jahr erhalten, während das derzeitige Level 40.000 US-Dollar beträgt, berichtet aiz.info.

"Dieser Vorschlag würde es dem US-Landwirtschaftsministeirum erlauben, die Zahlungen auf diejenigen auszurichten, die sie am meisten brauchen und am ehesten davon profitieren, und zur selben Zeit das Sicherheitsnetz zu erhalten, das die Farmer gegen niedrige Preise und Naturkatastrophen schützt ", heißt es im Budgetvorschlag. (dlz)

04.02.2010

In die Debatte um Biosprit kommt Bewegung

Die schwarz-gelbe Koalition will Steuersenkungen für die Biospritbranche voran bringen. Alles hängt an der Zustimmung des Bundesfinanzministers. Agrar- und Umweltpolitiker von CDU und FDP wollen im Haushalt noch eine Steuersenkung für Biodiesel unterbringen. „Wir wollen eine weitere Absenkung und erwarten daraus keinen großen Steuerausfall", sagte der Agrarsprecher der CDU Peter Bleser agrarzeitung.de. Zum ersten Januar hatte die Koalition den Steuersatz für Biodiesel auf 18 Cent pro Liter festgeschrieben. Die Biodieselbranche fordert 10 Cent pro Liter, damit Biodiesel konkurrenzfähig zu fossilem Diesel ist. In den Gesprächen der Koalition zeichnet sich ab, dass diese Maximalforderung nicht zu halten ist, sondern eher ein Satz von 13 bis 14 Cent pro Liter möglich ist. „Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Wiederbelebung des Biokraftstoffmarktes muss im Interesse der Stärkung der Wirtschaftskraft der ländlichen Räume umgesetzt werden", forderte heute auch die FDP Agrarsprecherin Christel Happach-Kasan.

Die Steuersenkung soll noch in den Haushalt 2010 eingearbeitet werden. Finanzminister Wolfgang Schäuble sperrt sich jedoch gegen jede neue Belastung. Mitte März soll der Bundestag den Haushalt 2010 endgültig beschließen. Bis dahin wird die Biokraftstoffdebatte an Fahrt gewinnen. (agrarzeitung)

03.02.2010

Kommission beschließt Zuckerausfuhren

In diesem Wirtschaftsjahr dürfen zusätzliche 500.000 t Zucker auf den Weltmarkt ausgeführt werden. Am Mittwoch endete um 11 Uhr das so genannte „schriftliche Verfahren", mit dem die EU-Kommission in Brüssel die Entscheidung gefällt hat. Die EU-Mitgliedstaaten hatten sich zuvor der Stimme im Verwaltungsausschuss enthalten. Die meisten EU-Mitgliedstaaten begrüßen zwar die Möglichkeit zum Absatz von Zuckerüberschüssen, enthielten sich aber im Verwaltungsausschuss, weil es ihnen zu schnell ging. Umstritten ist zudem die kurze Laufzeit die Ausfuhrlizenzen über lediglich 30 Tage. (agrarzeitung)

03.02.2010

Sachsen fördert alte Nutztierrassen

Für die Haltung von seltenen Nutztierrassen zahlt Sachsen Prämien. Das Landeskabinett in Dresden hat eine Föderrichtlinie Tierzucht beschlossen. Darin legt die Regierung feste Sätze für die Haltung von seltenen oder vom Aussterben bedrohten Haustierrassen fest. So zahlt das Landwirtschaftsministerium für die Rassen „Rheinisch-Deutsches Kaltblut" und „Rotes Höhenvieh" 200 € pro Tier und Jahr. Züchter der Rasse „Deutsches Sattelschwein" erhalten jährlich 100 €. Schafe und Ziegen der Rassen „Merinofleischschaf", „Ostfriesisches Milchschaf", „Leineschaf", „Skudde" und „Thüringer Waldziege" können jährlich 30 € erhalten. Voraussetzung für die Förderung ist, dass betreffende Rassen über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren gehalten werden, teilt das Landwirtschaftsministerium weiter mit. Die Fördermittel sollen ein Ausgleich für die geringere Leistungsfähigkeit der Rassen sein. Anträge für die Haltungsprämien können, sobald die neue Förderrichtlinie von der EU-Kommission genehmigt ist, jährlich bis zum 15. Mai über die anerkannten Züchtervereinigungen gestellt werden. (agrarzeitung)

02.02.2010

Spotmilchpreise leicht unter Druck

Die Spotmilchpreise in Deutschland sind in der vergangenen Woche leicht gesunken. In Norddeutschland wurden 24,1 Ct/kg gezahlt, 0,6 Cent weniger als in der Vorwoche. Im Süden waren es 26,25 Ct/kg, 0,5 Cent weniger. Die anderen Versandprodukte tendierten uneinheitlich. Während der Preis für Industriesahne deutlich nachgab, im Süden von 322,5 auf 315 €/100 kg Fett und im Norden von 317 auf 310 €/100 kg Fett, stieg der Magermilchkonzentrat-Preis an. Im Norden und Westen wurden 173 €/100 kg TS gezahlt statt 168,5 € in der Vorwoche. Im Süden stieg der Preis nur um 1,5 € auf 176,5 €/100 kg TS. In den Niederlanden gab der Spotmilchpreis um 0,25 Cent nach und liegt nun bei 26 Ct/kg bei 4,4 % Fett. In Italien wurden im Januar frei Molkerei zwischen 30,41 und 31,45 Ct/kg gezahlt. (top agrar)

01.02.2010

Deutschland erreicht Klimaschutzziel

Deutschland erfüllt 2008 das Kyoto-Protokoll. Die Treibhausgasemissionen konnten gegenüber 1990 um 22,2 Prozent reduziert werden, meldet das Umweltbundesamt. Damit wurden innerhalb von 28 Jahren 280 Mio. t Treibhausgase weniger emittiert. Nach dem Kyoto-Protokoll hat sich Deutschland verpflichtet, seine Treibhausgasemissionen im Zeitraum von 2008 bis 2012 um 21 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken. Gegenüber dem Vorjahr 2007 veränderten sich die Emissionen allerdings nur geringfügig. Einen leichten Zuwachs von 0,5 Mio. t im Vergleich zu 2007 gab es bei der Landwirtschaft. Erfasst wurden dabei die Emissionen aus der Fermentation bei der Verdauung, aus der Behandlung von Wirtschaftsdüngern und aus landwirtschaftlich genutzten Böden.

Um das Ziel, im Jahr 2020 eine 40-prozentige Reduzierung der Treibhausgase im Vergleich zum Referenzjahr 1990 zu erreichen, will Bundesumweltminister Norbert Röttgen vor allem auf die Steigerung der Energieeffizienz und den Ausbau Erneuerbarer Energien setzen. Laut Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes, steckten auch in der Landwirtschaft und im Verkehr noch große Einsparpotenziale. (agrarzeitung)

01.02.2010

Saaten-Union startet Biogas-Bonusprogramm

Der Anbau von Rohstoffen für die Biogasproduktion muss nicht zwangsläufig auf eine Maismonokultur hinauslaufen. Im Gegenteil: Biogas sollte der Saaten-Union GmbH zufolge für Diversität auf dem Acker sorgen. Deshalb startet das Unternehmen für Biogasbetriebe ein Bonusprogramm, bei dem bis zu fünf Prozent Rabatt auf verschiedene Kulturarten erhoben werden soll.

Diese Rabatt-Kulturarten sind nach Angaben des Unternehmens unter anderem: Mais, Sorghum, Hybridroggen, Futterrüben und Gras. Viele Fruchtarten können effektiv eingesetzt werden - von der Hauptkultur Mais. Voraussetzung für den Rabatt ist der Kauf von mindestens zwei Kulturarten und ein Mindestumsatz von 5.000 Euro.

Zusätzliche Mehrwerte: Registrierte Landwirte erhalten laut Saaten-Union zum Biogasbonus außerdem attraktive Sonderleistungen, zum Beispiel eine persönliche, exklusive Anbauberatung durch die Saaten-Union Fachberater. Ein weiterer Gewinn könnte sein, einen kostenlosen Biogas-Newsletter, die Möglichkeit zur kostenlosen Teilnahme an der Saaten-Union Biogas-Fachtagung sowie den Mais-Erntemanager inklusive Waage und Silageuntersuchungen.

Das Angebot gilt ausschließlich für registrierte landwirtschaftliche Betriebe. Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Informationen online unter www.saaten-union.de . (joule)

30.01.2010

Erstes Geld aus Sonderprogramm angekommen

Erstes Geld aus dem Sonderprogramm für die Landwirtschaft der neuen Bundesregierung ist bei den Landwirten angekommen. „Soweit Sie Mitglied der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft sind, haben Sie Ihre Beitragsbescheide für 2010 bereits erhalten. Diesem Bescheid lag eine Gutschrift bei", sagte Julia Klöckner, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesagrarministerium heute pfälzischen Landwirten in Bad Kreuznach hin. Dieser Zuschuss sei Teil des Sonderprogramms Landwirtschaft, das di  Bundesregierung kurz vor Jahresende auf den Weg brachte. Für 2010 und 2011 habe die Bundesregierung jeweils 100 Mio. € für die Unfallversicherung vorgesehen.
„Die Grünlandprämie in Höhe von 37 €/ha muss im Sammelantrag beantragt werden und wird mit der Betriebsprämie 2010 oder 2011 jeweils im Dezember ausgezahlt“, so Klöckner weiter.
Förderungsfähig seien maximal 3 ha Grünland je Kuh. Die Kuhprämie von 21 €/Kuh werde nur solchen Betrieben in voller Höhe gewährt, die innerhalb von drei Jahren nicht mehr als insgesamt 7500 € nationale Beihilfen erhalten. Diese Prämie müsse ebenfalls beantragt und solle deutlich früher als die Betriebsprämie ausgezahlt werden. Die Liquiditätshilfen fließen in Höhe von 50 Mio. € für 2010 und 2011 kontinuierlich.
(agrarzeitung)

29.01.2010

Weizennachfrage hält an

Auf dem Weltmarkt besteht weiterhin ein großer Bedarf an Weizen. Der größte Käufer bleibe Ägypten, berichtete die EU-Kommission am Donnerstag im Verwaltungsausschuss in Brüssel. Die ägyptische Organisation Venus International soll mit Kasachstan über 1 Mio. t Weizen verhandeln. Algerien soll einen Bedarf für 0,5 Mio. t angemeldet haben. Wegen des schwächeren US-Dollars kommen Weizenexporteure aus der EU auch ins Geschäft. Zwischen dem 13. und dem 26. Januar wurden Ausfuhrlizenzen für 876.000 t Weizen beantragt, davon 450.00 t  in Frankreich und 232.000 t in Deutschland. Die Kommission berichtete zum ersten Mal seit langem von einem größeren Gersteneinkauf. Jordanien soll 100.000 Gerste zu 174,87 $/t cif gekauft haben. (agrarzeitung)

28.01.2010

Butterpreis soll um 20 Cent sinken

Butter wird wohl am Montag billiger: Der Preis soll um bis zu 20 Cent von derzeit 99 auf 79 Cent pro 250 Gramm-Päckchen sinken. Verbraucher werden vom Montag an vermutlich 20 Cent weniger für das 250 Gramm-Päckchen Butter zahlen müssen. Vorraussetzung ist, dass der Handel - wie bisher üblich - niedrigere Einkaufspreise in voller Höhe weitergibt. Hintergrund ist eine Schwäche der Fettpreise an den Terminmärkten. Wie die Union Times berichtet, sei bei anderen Milchprodukten wie Sahne oder Joghurt nicht mit Preissenkungen zu rechnen. In den vergangenen Monaten war der Butterpreis in zwei Schritten von 65 auf 99 Cent gestiegen. (agrarheute)

28.01.2010

Stickstoff teurer, Kali preiswerter

Harnstoff und Kalkamonsalpeter (KAS) sowie Diammonphosphat sind in den vergangenen Wochen im Preis kräftig gestiegen, Kali dagegen ist – endlich – preiswerter geworden, schreibt das Wochenblatt Westfalen-Lippe in seiner aktuellen Marktübersicht. Jetzt scheint der Moment gekommen, da Landwirte sich ernsthaft über den Einkauf von Kalidüngern Gedanken machen sollten. Landhandel und Genossenschaften  unterbreiten Angebote für 40er Kali um 250 Euro/t, z.T auch darunter, zumindest bei größeren Mengen. Die deutliche Preissenkung war mit Ungeduld erwartet worden, nachdem die Landwirte aus verärgerung über die hohen Preise im vergangenen Jahr die Grunddüngung nochmals stark zurückgefahren hatten. Jetzt kommt wieder Bewegung in das Geschäft. Ganz anders sieht der Stickstoffmarkt aus. Hier ist der beste Zeitpunkt für den Einkauf wohl schon vorbei. Während in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres KAS zwischen 150 und 180 Euro/t gehandelt wurde, müssen Landwirte jetzt wieder deutlich mehr als 200 Euro/t berappen. Auch Harnstoff zeigt eine feste Tendenz. Ein ähnliches Bild bei Phosphor: Diammonphosphat konnte im Herbst für weniger als 300 Euro/t vorgekauft werden. Aktuell müssen oft schon 350 Euro/t oder mehr angelegt werden. Mit nennenswerten Preisermäßigungen für Handelsdünger wird in den kommenden Wochen nicht gerechnet. (top agrar)

22.01.2010

Rentenbank senkt Zinsen!

Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat die Zinssätze ihrer Förderkredite gesenkt. Sie reagiert damit auf die Zinsentwicklung an den Kapitalmärkten. In der günstigsten Preisklasse (A) liegt der Zins für Förderkredite an Junglandwirte mit einer Laufzeit von zehn Jahren und 10-jähriger Zinsbindung den Angaben zufolge jetzt bei effektiv 3,58 Prozent und 3,07 Prozent bei 5-jähriger Zinsbindung. Zu diesem Zins werden auch nachhaltige Investitionen finanziert, zum Beispiel in den Umwelt- und Ressourcenschutz, den Verbraucherschutz oder im Sektor Bioenergie. (agrarzeitung)

21.01.2010

Sachsen-Anhalt braucht Wassermanagement!

Die Sommertrockenheit in Sachsen-Anhalt könnte sich durch den Klimawandel verschärfen. Damit könnte auch die Neubildung von Grundwasser in Zukunft geringer ausfallen. Das ergab eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimawandel mit Projektionen für die Jahre 2025, 2055 und 2085. Mit Ausnahme des Harzes wird sich der Niederschlag vermindern und die Verdunstung zunehmen, so die Prognose. Die Landwirtschaft könne von einem Düngeeffekt durch die erhöhte CO2-Konzentration profitieren - vorausgesetzt die Nährstoffversorgung, die an genügend Wasser geknüpft ist, gelingt in ausreichendem Maße. „Problemen dieser Art kann man sich jedoch zum Beispiel durch intelligentes Management stellen", sagt Jürgen Kropp, Leiter der Studie. In der Landwirtschaft etwa sei das die Auswahl geeigneter Sorten für den Anbau in einem trockneren Klima. Positive Wirkungen erwarten die Forscher auf die Waldwirtschaft, die von längeren Wachstumsperioden profitieren könne. Auch auf den Weinbau werde sich der Klimawandel vorteilhaft auswirken. Höhere Temperaturen bieten Chancen für den Anbau von Weintrauben. Die Winzer in Sachsen-Anhalt könnten ihr Rebsortenspektrum beispielsweise  um Sauvignon Blanc erweitern. (agrarzeitung)

20.01.2010

Eilmeldung: Solarförderung sinkt ab ersten April um 15 Prozent!

Nun ist es anscheinend amtlich: Bundesumweltminister Norbert Röttgen wird dem Bundestag vorschlagen, die Vergütung für Dachanlagen am ersten April dieses Jahres nochmals um 15 Prozentpunkte zu senken. Das melden mehrere überregionale Tageszeitungen unabhängig voneinander. 

Noch schlimmer soll es für Freiflächenanlagen kommen. Laut Presseagentur Reuters soll  das Entgelt für den Strom aus diesen Anlagen zwar erst am ersten Juli dieses Jahres aber dann sogar um 25 Prozent gekürzt werden. Die Zahlen sind vom Bundesumweltministerium bislang noch nicht bestätigt worden. top agrar wird Sie auf dem Laufenden halten. 

Da die Solarförderung in den vergangenen Wochen und Monaten von vielen Experten als zu hoch taxiert wurde, gilt es fast schon als sicher, dass der Bundestag dem Vorschlag Röttgens bereits im Februar zustimmen könnte. 

Die Branche reagiert teilweise entsetzt auf die Vorschläge, die bereits heute morgen durchsickerten. "Vor allem der enge Zeitplan treibt manch einen Installateur an den Rand der Verzweifelung", so ein Insider der Branche gegenüber top agrar. Viele konnten schon in den vergangenen Wochen der großen Nachfrage nicht gerecht werden und haben ihre Kunden daher auf die kommenden Monate vertröstet. Sollte der Bundestag dem Gesetz zustimmen, wird der Andrang in den nächsten Wochen vermutlich drastisch zunehmen. (top agrar)

20.01.2010

Neue Broschüre: „Biogas in der Landwirtschaft“

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) hat eine kostenlose Broschüre zur Optimierung von Biogasanlagen veröffentlicht. Sie erscheint als Band 32 in der Reihe der „Gülzower Fachgespräche“ und beinhaltet die Vorträge einer Tagung, die die FNR im vergangenen September gemeinsam mit dem Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) in Weimar ausgerichtet hatte. Die Broschüre mit dem Titel "Biogas in der Landwirtschaft - Stand und Perspektiven" beschäftigt sich mit den Fragen: Wo steht die Biogastechnik und wohin entwickelt sie sich? Welche Optimierungspotenziale gilt es zu erschließen? Alle 36 Fachvorträge und die Inhalte der 26 Poster sind in dem Band enthalten. Dank der Fülle des Materials aus allen Fachdisziplinen rund um die Biogasproduktion und -nutzung stellen die Kongress-Inhalte einen sehr umfassenden Überblick über den Stand der Biogastechnik dar.

In den Gülzower Fachgesprächen werden regelmäßig wissenschaftliche Beiträge rund um das Thema Nachwachsende Rohstoffe veröffentlicht. Die FNR ist Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und fördert Forschung und Entwicklung in diesem Bereich. 

Die kostenlose Broschüre können Sie bei der unter www.fnr.de bestellen oder unter „Mediathek“ auf der Internetseite herunterladen. (top agrar)

20.01.2010

Endspurt bei BVVG-Verhandlungen

Bund und Länder wollen am heutigen Mittwoch den Schlusspunkt unter die neue BVVG-Privatisierungspraxis setzen. Ein Kompromiss für den Direkterwerb scheint gefunden. Noch gibt sich das Bundesfinanzministerium (BMF) wage. Ob die neue Verkaufspraxis der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) nun festgezurrt und der Ausschreibungsstopp für Flächen aufgehoben wird, sei abzuwarten, sagte eine Sprecherin des BMF heute gegenüber agrarzeitung.de. Durchgesickert ist, dass es für den Direkterwerb künftig eine gestaffelte Lösung geben soll. Je mehr Flächen ein Betrieb von der BVVG gepachtet hat, desto größer sollen seine Chancen sein, diese auch direkt und ohne Ausschreibungsverfahren kaufen zu können. Damit wäre die fixe Obergrenze für den Direktkauf von 50 Prozent Eigentumsanteil vom Tisch. Maximal sollen Landwirte 450 ha direkt und ohne Ausschreibung von der BVVG erwerben dürfen. Ländern, denen das zu viel ist, wie etwa Sachsen-Anhalt, sollen nach unten abweichen dürfen. Hinzu kommt, dass bei Preisdifferenzen zwischen Landwirten und BVVG künftig Gutachter erlaubt sein sollen. (agrarzeitung)

19.01.2010

Rechtsformwechsel kein Grund für Pachtkündigung

Ein Wechsel der Rechtsform auf Seiten eines Pächters stellt per se keinen Anlass für eine Aufkündigung des Pachtverhältnisses dar. Das geht aus mehreren Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor, die am Dienstag vergangener Woche in Karlsruhe veröffentlicht worden sind. Darin stellt der BGH fest, dass eine identitätswahrende Umwandlung einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) in eine offene Handelsgesellschaft (oHG) und danach formwechselnd in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) keinen Pächterwechsel und damit die Überlassung der Pachtsache an einen Dritten bedeute (Az LwZR 15/09, Urteil vom 27. November 2009). Folglich darf dies der Verpächter nicht zum Anlass nehmen, das Pachtverhältnis zu beenden. In diesem Punkt bestätigte der BGH drei Entscheidungen des Oberlandesgerichts Brandenburg. In einem Fall entschied das Karlsruher Gericht dennoch, dass der Pächter Flächen zurückgeben muss, und zwar weil der Pachtvertrag nicht schriftlich abgeschlossen worden war. Bei mündlichen Vereinbarungen gelte der Vertrag auf unbestimmte Zeit und sei damit ordentlich kündbar, so der BGH. (top agrar)

18.01.2010

Agrarminister beschließen Umbau der weltweiten Landwirtschaft

Die Landwirtschaft  soll klimaeffizienter und nachhaltiger werden. Darauf haben sich am Samstag in Berlin 40 Agrarminister bei ihrer 2. Internationalen Konferenz verständigt. Bei mehr Produktion auf gleichbleibender Fläche müssten die Treibhausgas-Emissionen begrenzt und zugleich müsse verstärkt Wasser gespart werden, hieß es in der gemeinsamen Erklärung. 

Laut Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) sei damit der Startschuss für eine weltweite Initiative gegeben worden, mit der die Landwirtschaften der einzelnen Länder auf Nachhaltigkeit umgestellt werden könnten, so die Nachrichtenagenturen. 

Die in der Erklärung formulierten Ziele sollen mit technischem Fortschritt in Züchtung und Agrartechnik erreicht werden. Gleichzeitig forderte die Konferenz in dem Papier Frühwarnsysteme für extreme Wetterverhältnisse. Zu all den genannten Problemen solle noch in diesem Jahr eine Studie begonnen werden. 

„Wir haben uns auf eine Art Klimawandel geeinigt“, sagte Aigner. Allerdings seien die Bedingungen in den einzelnen Ländern unterschiedlich. Darum müsse nun jedes Land die Bedingungen seiner Landwirtschaft analysieren und auf den Prüfstand stellen. 

Aigner zufolge soll ein globales Netzwerk für die Landwirtschaft und den damit verbundenen Erfahrungen geschaffen werden. Immerhin gelte es, die Nahrungsmittelproduktion bis 2050 wegen einer Weltbevölkerung von dann fast 9 Mrd. Menschen um 70 % zu steigern. Allerdings hätten die Bauern weltweit zunehmend unter dem Klimawandel zu leiden. Darum müsse Agrarpolitik bei der Klimakonferenz im Sommer in Bonn - anders als während des Weltklimagipfels Ende 2009 in Kopenhagen - eine gewichtigere Rolle spielen, sagte sie. 

Laut Bayer Cropscience-Chef Friedrich Berschauer kann die wachsende Menschheit nicht ohne Bio- und Gentechnologie ernährt werden. "2050 ist morgen früh", warnte Berschauer plakativ. Die Landwirte müssten deshalb "offen sein für neue Technologien". 

Der WWF kritisierte das Ergebnis dagegen als „eine Ansammlung von schwachen Formulierungen“. Es gebe keine Handlungsempfehlungen und Zielvorgaben. Zahlreiche wichtige Themenbereiche, darunter der Schutz der biologischen Vielfalt sowie der Schutz natürlicher Ressourcen, fehlten in dem Papier gänzlich. Laut WWF verursacht die Landwirtschaft mindestens 14 % des globalen Treibhausgasausstoßes. (top agrar)

17.01.2010

Biofach 17. bis 20. Februar 2010

Auch mit ihrer 21. Ausgabe beweist sich die BioFach als Weltleitmesse für Bio-Produkte. Sie ist und bleibt der Treffpunkt für Anbieter und Entscheider aus Herstellung und Handel in der Bio-Branche. Gemeinsam mit der Vivaness, Leitmesse für Naturkosmetik und Wellness, zieht sie jedes Jahr ein hoch qualifiziertes, internationales Fachpublikum an. Die Messe startet 2010 am Mittwoch und dauert bis Samstag. Alle ausgestellten Bio-Lebensmittel sind zertifiziert, nach der EU-Öko-Verordnung bzw. den Akkreditierungsrichtlinien der IFOAM, Schirmherr der BioFach. (www.biofach.de )

17.01.2010

BLE-Präsident ersetzt Lindemann im Agrarministerium

Agrarministerin Ilse Aigner strukturiert die Ministeriumsspitze um. BLE-Präsident Robert Kloos folgt Gert Lindemann als beamteter Staatssekretär. Aigner wolle Bundeskanzlerin Angela Merkel vorschlagen, Robert Kloos als neuen beamteten Staatssekretär in ihr Ministerium zu berufen, heißt es am Wochenende aus dem Landwirtschaftsministerium (BMELV). Kloos ist derzeit Präsident der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Bonn. Amtsinhaber Gert Lindemann wird das BMELV Ende Januar verlassen. Der Wechsel des Amtschefs sei Teil eines grundlegenden  Umstrukturierungsprozesses, mit dem sich das Ministerium für die Herausforderungen der Zukunft neu aufstelle, heißt es weiter. Aigner dankt Lindemann für seine langjährige engagierte Arbeit und würdigte seine Verdienste bei der Gestaltung der nationalen und internationalen Agrarpolitik.  Lindemann war im November 2005 vom damaligen Landwirtschaftsminister Horst Seehofer zum Staatssekretär berufen worden. Robert Kloss leitet seit Juli 2004 die BLE, die mit rund 1000 Mitarbeitern eine Behörde des BMELV ist. (agrarzeitung)

15.01.2010

Investitionen in Bewässerung richtig planen 

Für landwirtschaftliche Betriebe in Regionen mit unsicherer Wasserversorgung gewinnt die Feldberegnung an Bedeutung, beobachtet Dr. Heinz Sourell vom Johann-Heinrich-von-Thünen-Institut (vTI), Braunschweig. Vor allem, wenn hochwertige Produkte erzeugt werden, wie Kartoffeln, Körnermais oder Zuckerrüben, gerät die Beregnung zu einer Art Absicherung der Ernte, berichtet die agrarzeitung (az) in ihrer heutigen Ausgabe. Die richtige Lösung für die Anforderungen des Betriebs zu finden, ist gar nicht so einfach. Für die Planung der Feldbewässerung hat das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL), Darmstadt, eine Datensammlung mit betriebswirtschaftlichen und arbeitswirtschaftlichen Kalkulationen zusammengestellt. Die Broschüre mit 100 Seiten ist zum Preis von 22 € zu beziehen über vertrieb@ktbl.de oder im Online-Shop des KTBL. (agrarzeitung)

13.01.2010

Solarstrom-Branche will Subventionen schneller abbauen

Die Solarwirtschaft ist wegen drastisch gesunkener Kosten generell zum Abbau derzeit überhöhter Subventionen für Sonnenstrom von Dächern bereit. Einen entsprechenden Vorschlag unterbreitete der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) am Mittwoch im Rahmen einer Anhörung zu diesem Thema im Bundesumweltministerium. Die von den Verbrauchern aufzubringende Vergütung solle in einzelnen Förderjahren um je fünf Prozentpunkte schneller als derzeit sinken und damit jährlich um bis zu 14 bis 15 Prozent. «Solarstrom vom eigenen Dach ist dann bereits zum Ende dieser Legislaturperiode so günstig wie Strom aus der Steckdose», sagte BSW- Solar-Geschäftsführer Carsten Körnig. Die Bürger seien nach einer aktuellen Forsa-Umfrage überwiegend bereit, über ihre Stromrechnung einen erheblichen Beitrag für den Ausbau der Photovoltaik zu leisten. (Land & Forst)

13.01.2010

Lösung für BVVG-Privatisierung in Sicht

Die neue Privatisierungspraxis der BVVG soll kommende Woche feststehen. Mehr Einfluss für die Bundesländer ist möglich. "Wir sind auf einem guten Weg", sagte ein Sprecher des Brandenburger Landwirtschaftsministeriums nach einem Treffen mit dem Bundesfinanzministerium diese Woche gegenüber agrarzeitung.de. Auch die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) selbst ist optimistisch, dass es kommende Woche eine Einigung gibt. Es deutet sich ein Kompromiss bei den Grenzen für das Direkterwerbsrecht von Pächtern an. Es könne individuelle Lösungen für die Bundesländer geben, heißt es aus dem Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern. So könnte der Eigentumsanteil, bis zu dem ein Direkterwerb möglich ist, von den Bundesländern je nach Agrarstruktur bestimmt werden. Derzeit liegt der Eigentumsanteil bei 50 Prozent. Außer Sachsen-Anhalt wollen alle ostdeutschen Bundesländer diesen ausweiten. Der Bund wehrte sich bisher dagegen, weil dies die lukrativeren Ausschreibungen benachteiligt. Ein Konsens in den Verhandlungen ist mittlerweile bei der erlaubten Obergrenze für den Direkterwerb von 450 ha und dem Hinzuziehen von Gutachtern bei der Preisermittlung erzielt worden. Eine endgültige Einigung von Bund und Ländern wird am 20. Januar erwartet. Danach müsste auch der im August 2009 verhängte Ausschreibungsstopp der BVVG für Agrarflächen fallen. (agrarzeitung)

13.01.2010

Schleswig-Holstein wirbt für neues Prämienmodell

Zu einer zweitägigen Amtschefkonferenz kommen die Agrarstaatssekretäre von Bund und Ländern am heutigen Mittwoch zusammen. Thema ist die Agrarpolitik nach 2013. Auf dem Tisch liegt ein Vorschlag von der Agrarministerin Schleswig-Holsteins, Juliane Rumpf. Sie schlägt eine Neuorganisation der Direktzahlungen vor und will dafür bei den anderen Bundesländern werben, bestätigte ein Sprecher des Kieler Agrarministerium agrarzeitung.de. Rumpf plädiert für ein mehrstufiges Modell der ersten Säule der EU-Agrarpolitik. Danach sollen die Direktzahlungen in eine Basisprämie, die alle bekommen, und in Zusatzprämien für besondere Leistungen etwa im Umweltschutz geteilt werden. Die Agrarpolitikerin, die 2010 den Vorsitz der Agrarministerkonferenz inne hat, verspricht sich von dem Modell mehr Akzeptanz für die Landwirtschaftshilfen bei EU-Haushaltspolitikern. Damit gäbe es gute Argumente für den Erhalt der Betriebsprämien über 2013 hinaus. (agrarzeitung)

12.01.2010

Kalipreise gesenkt

Für Europa und Deutschland hat die K+S AG, Kassel, die Preise für Kalidünger gesenkt. Handel und Landwirtschaft atmen auf. Rückwirkend zum 1. Januar 2010 hat K+S einen Grundpreis für 60er Kali granuliert von 285 €/t cif europäische Häfen gültig bis zum 1. März 2010 veröffentlicht. Je nach Parität und Vergütung entspricht dies einer Preissenkung gegenüber Vorjahr um 50 bis 60 €/t. Seit Wochenbeginn offerieren Landhändler in Deutschland ihren Kunden 40er Kali zum Preis von 235 bis 240 €/t ab Landlager. Bis zum Jahreswechsel lautete der Kalipreis 275 bis 280 €/t ab Landlager. Der monatliche Report bis April beträgt 3 €/t.  Preisunterschiede gegenüber den alten Kalipreisen von bis zu 10 €/t können sich nun ergeben, je nachdem, ob die Lieferung im Streckengeschäft erfolgt oder ab Düngemittellager. Die neuen Konditionen bringen endlich Schwung in das seit  Monaten ruhende Geschäft mit Kalidüngern, begrüßen Händler das überraschend frühe Preissignal von K+S. Auch der Absatz von Mehrnährstoffdüngern dürfte sich auf Grund der Preissenkungen wieder beleben. Für das internationale Leitprodukt 60er Kali erhöht sich der Grundpreis ab 1. März 2010 um 10 €/t, teilt K+S gegenüber agrarzeitung.de mit. Analog dazu dürfte es auch Preiserhöhungen für Kornkali geben. Das Unternehmen verweist hier auf die sich abzeichnende feste Tendenz bei Phosphat- und Stickstoffdünger. (agrarzeitung)

11.01.2010

Spotmarkt startet stabil ins Jahr 2010

Die Spotmilchpreise haben sich zum Jahresanfang behauptet. Der sonst übliche Rückgang blieb aus. Im Norddeutschland wurde im Mittel um 23,2 Ct/kg (plus 1,1 Cent) gezahlt, in Süddeutschland waren es 25 Cent/kg (plus 1,0 Cent) bei 3,7 % Fett. Auch in den Niederlanden wurden konstante Preis um 25,5 Cent/kg (bei 4,4 % Fett) gemeldet. Auch die anderen Rohwaren tendierten fester. So wurde für Industrierahm im Süden 327,5 €/100 kg Fett gezahlt (plus 12,5 €), im Norden waren es 319 €/100 kg Fett (plus 11,5 €). Auch die Magermilchpreise sind gestiegen. Flüssige Magermilch kostete zwischen 13,6 bis 12,5 €/100 kg, Magermilch-Konzentrat zwischen und 162,25 €/100 kg TS. (Top Agrar)

08.01.2010

Neuer EU-Haushaltskommissar für Modulation 

Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) muss nach 2013 stärker umweltschonende Produktionsmethoden fördern. Dies forderte der zukünftige EU-Haushaltskommissar Janusz Lewandowski während seiner Anhörung vor dem Europäischen Parlament (EP) am heutigen Montag in Brüssel. Die Modulation, also die Umverteilung der Agrarsubventionen zu Gunsten des umweltschonenden Anbaus, sieht er dazu als eine Möglichkeit an. Einen größeren EU-Agrarhaushalt für die Jahre 2013 bis 2020 schloss Lewandowski aus. „Wir sind uns darüber im Klaren, dass die Landwirtschaft der strittigste Teil des Haushalts ist", erklärte der Pole im Parlament. Ein stärkere Verlagerung der GAP in die EU-Mitgliedstaaten lehnt er ab, da dies den Wettbewerb verzerre. Lewandowski wurde von den Abgeordneten überwiegend gelobt. Schließlich war er als ehemaliger Vorsitzender des EP-Haushaltsausschuss einer der ihren. (agrarzeitung)

08.01.2010

Solarstrom zahlt sich auch in diesem Jahr noch aus 

Die Installation in eine Solarstromanlage zahlt sich auch in diesem Jahr noch aus. Das belegen Berechungen der Stiftung-Warentest. Zwar ist die Vergütung für den Sonnenstrom zu Jahresbeginn um neun Prozent gesunken. Dank der niedrigen Modulpreise werfen die Anlagen aber immer noch eine ausreichend hohe Rendite ab. Derzeit liegt die Vergütung für Strom aus neuen Anlagen mit einer Leistung von bis zu 30 Kilowatt bei 39,14 Cent, bis zum 31. Dezember 2009 waren es noch 43,01 Cent gewesen. Allerdings sind auch die Modulpreise stark gesunken. Teilweise werden Landwirten 30-Kilowatt-Anlagen für weniger als 2500 Euro (inklusive Installation; ohne Mehrwertsteuer) angeboten. Vor einem Jahr waren es noch rund 1000 Euro pro Kilowatt mehr. Die Stiftung-Warentest hat für ihre Berechnungen sogar einen Preis von 3.250 Euro pro Kilowatt (ohne Mehrwertsteuer) unterstellt und kommt bei einer durchschnittlichen Sonneneinstrahlung (850 Kilowattstunden) und einer Laufzeit von knapp 21 Jahren auf eine Rendite von bis zu 7,3 Prozent. Allerdings will die Regierung die Solarstromvergütung unter Umständen noch in diesem Jahr kürzen. (Top Agrar)

08.01.2010

Fünf Eckpfeiler für Agrarreform

Der Landwirtschaft komme weltweit zunehmende Bedeutung und Verantwortung zu. „Sie ist die Schlüsselbranche zur Lösung der Probleme. Sie braucht allerdings verlässliche Rahmenbedingungen und unternehmerische Freiräume“, betont der DLG-Präsident Bartmer. Im Vorfeld der 2013 anstehenden Neujustierung der EU-Agrarpolitik würden derzeit die Diskussionen um ein weiterentwickeltes „Europäisches Agrarmodell“ intensiviert. Allerdings gebe es wichtige Grundpfeiler, die in einem „Nachhaltigen Agrarmodell“ Berücksichtigung finden müssen. Der DLG-Präsident fasst diese in fünf Eckpunkte zusammen: 

1. Sicherung der globalen Wettbewerbsfähigkeit. Die Zukunft der ländlichen Räume liegt in landwirtschaftlichen Unternehmen, häufig eigentümergeführte Familienbetriebe, deren Vernetzung mit regionalen Wirtschaftskreisläufen den ländlichen Raum stärkt – wie umgekehrt dieser den Betrieb. Diese Unternehmer sichern die wichtigsten Funktionen der ländlichen Räume: Versorgungssicherheit, flächendeckende Bewirtschaftung und wettbewerbsfähige Arbeitsplätze. Landwirte brauchen allerdings Freiräume für ihre unternehmerischen Entscheidungen – wie sie umgekehrt die Konsequenzen ihrer Entscheidungen tragen müssen, ohne Eingriffe von außen einzufordern. 

2. Aufgaben des Staates neu definieren. Für Bartmer geht es dabei keineswegs um die Forderung „Agrar ohne Staat“: Wie in allen Wirtschaftssektoren fallen dem Staat auch im Agrarbereich fundamentale Aufgaben zu. Als Beispiele nannte er die Gewährleistung einer leistungsfähigen Infrastruktur, die Schaffung der Voraussetzungen für internationale Wettbewerbsfähigkeit sowie flankierende Maßnahmen zur Anpassung an veränderte agrarpolitische Rahmenbedingungen. Unverzichtbar sei deshalb die Kompensation von Kosten durch höhere Standards, die die Gesellschaft durch besondere Nachhaltigkeit des Wirtschaftens und ausgeprägte Qualitätsansprüche von EU-Landwirten fordert. 

3. Existenzgrundlage ländlicher Räume sichern. „Die Existenzgrundlage ländlicher Räume muss eine wirtschaftliche sein“, fordert Bartmer. Dabei verlangt er eine offene Diskussion darüber, ob die immer wieder aufgeführten „multifunktionalen Aufgaben der Landwirtschaft“ öffentliche Güter sind, die erst durch staatliche Nachfrage und damit durch öffentliche Mittel flächendeckend produziert werden. Das Dilemma, dass gesellschaftlich gewünschte Bewirtschaftungskonzepte nicht nach dem Stand des Wissens und der Technik ausgerichtet sind, weil man die Kosten des Verzichts auf Fortschritt nicht kennt, müsse gelöst werden.

4. Innovationen fördern. Technischer Fortschritt sei ein unverzichtbares Werkzeug für landwirtschaftliche Unternehmer, so Bartmer. Daher müsse er gefördert werden: Eine nachhaltige, artgerechte und ökologisch verantwortliche Produktivitätssteigerung sei nur über moderne und standortangepasste Technologien zu erreichen. 

5. Forschung in Freiheit und Verantwortung. Um die Nachhaltigkeit des Wirtschaftens dauerhaft zu sichern, sind für Bartmer vermehrte Investitionen in die angewandte Agrarforschung unabdingbar. In den letzten Jahren sei dieser Bereich faktisch „abgeschmolzen“, mit der Folge unbesetzter Lehrstühle und eingeschränkter oder praxisferner Forschungen. „Der Erfolg unserer Systeme ist auch ein Erfolg der Köpfe und Innovationen, die aus einer unabhängigen Forschung kommen“, erinnerte Bartmer: „Der einzige, wirklich zu vermehrende Faktor, mit dem wir die Knappheit der endlichen Ressourcen kompensieren können, ist Wissen und Können.

05.01.2010

Noch mehr Sicherheit, schnelleres Wachstum und bessere Einkommen

In der Landwirtschaft sind wegen der hohen Kapital-Intensität Gewinn-Optimierungen und die Nutzung potentieller Einnahme-Quellen wegen des oftmals zu geringen Eigenkapitals begrenzt (oder gar nicht) möglich.

Um zukünftige Einkommen zu sichern und Gewinne aus neuen Wachstums-Chancen zu nutzen, bietet die Francksen Wirtschaftskontor GmbH Landwirten die Gelegenheit, sich Geld über dafür individuell gebildete Kapital-Fonds zu beschaffen.

D.h. wir führen Geldgeber (Investoren) über maßgeschneiderte Beteiligungs-Gesellschaften zusammen, um gemeinsam in das Landwirtschafts-Unternehmen oder auch gezielt in interessante Projekte zu investieren.

Damit auch Sie ab sofort davon profitieren können, bieten wir Agrar-Betrieben die Zusammenarbeit zwecks (auch stiller) Investitionen in z.B. 

  • Eigentums-Ländereien

  • profitable Landwirtschaft

  • Erneuerbare Energien

  • Wachstum und Innovationen

auch bei ähnlichen Zielen oder Projekten sowie bei

  • Neu-Finanzierungs- oder Sanierungs-Fällen

  • Nachfolge-Lösungen

  • Gesellschafter-Wechseln  usw.

04.01.2010

Rückversicherer erwartet Bedarf für Landwirte

Die Münchner Rück (Munich RE) plant eine Mehrgefahrenversicherung für Bauern. Wegen des Klimawandels erwartet der Konzern Probleme auch für deutsche Landwirte. Nach Ansicht von Peter Höppe, dem Georisikoforscher der weltweit größten Rückversicherungsgesellschaft, wird es künftig in den Sommermonaten immer weniger Niederschläge geben. Damit steige die Dürre- und Waldbrandgefahr. „Die geplante Mehrgefahrenversicherung kann aber nur in einer Partnerschaft zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft erfolgen", so Höppe. Als Vorbild sieht er die USA. Das Modell sei dort wohlüberlegt, weil bei großen Ernteausfällen der Staat ohnehin helfen müsste. Mit einer Versicherungslösung seien diese Belastungen besser berechenbar. (agrarzeitung)

29.12.2009

Thüringen erleichtert Zugang für Fördergelder

Im neuen Jahr kommen Thüringer Landwirte einfacher an Fördergelder heran. Vor allem Milchbauern profitieren. Das Agrarministerium in Thüringen hat die Förderprogramme für Milcherzeuger verbessert, um ihnen den Ausstieg aus der Milchquote im Jahr 2015 zu erleichtern. Künftig können Investitionen in die Milchviehhaltung bis zu einer Höhe von 5 Mio. € je Betrieb mit bis zu 40 Prozent bezuschusst werden. Bisher lag die Grenze bei 2 Mio. €. Zuschüsse für Investitionen, um beispielsweise die Milchproduktion zu erhöhen, können über das Agrarinvestitionsförderungs-programm (AFP), beantragt werden. Dazu stehen in Thüringen rund 23,35 Mio. € bis zum Jahr 2013 bereit. Aber auch für den Erhalt der biologischen Vielfalt (Biodiversität) und für Klimaschutz gibt es mehr Geld, teilt das Agrarministerium in Erfurt mit. Dazu wurden die Beihilfen für das Agrarumweltprogramm Kulap erhöht. Die Zuschüsse können bei der Thüringer Aufbaubank und die Beihilfen für Agrarumweltmaßnahmen und die Ausgleichszulage bei den Landwirtschaftsämtern beantragt werden. (agrarzeitung)

29.12.2009

Nahrungsmittel bremsen Preisanstieg

Die Verbraucherpreise werden 2009 in Deutschland nur um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sein. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes sind Kraftstoffe und Heizöl sowie Nahrungsmittel 2009 sogar preisgünstiger gewesen als im Vorjahr. Die Preise für andere Waren und Dienstleistungen hätten sich 2009 „moderat" erhöht, so die Statistiker. 2008 hatte noch eine Inflationsrate von 2,6 Prozent gebracht, damals übrigens unter anderem wegen eines Anstiegs der Nahrungs-mittelpreise. Die endgültigen Zahlen zu der Entwicklung der Verbraucherpreise in Deutschland wird das Bundesamt Mitte Januar 2010 veröffentlichen. (agrarzeitung)

20.11.2009

DLG-Wintertagung 2010 in Berlin

Die kommende Wintertagung der Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) findet im Januar 2010 wieder in Berlin statt. Höhepunkt der von 12. bis 14. Januar dauernden Spitzentagung der deutschen Agrarwirtschaft wird die große Vortragsveranstaltung am Donnerstag, dem 14. Januar, sein. Sie steht unter dem Thema: „Zukunftsbranche Landwirtschaft - unternehmerisch - innovativ - verantwortungsvoll". Veranstaltungsort ist das Internationale Congress Centrum (ICC) in Berlin. (agrarzeitung)

19.11.2009

Betriebsprämie kommt am 1. Dezember

Landwirte können bereits am 1. Dezember 2009 mit der Betriebsprämie rechnen. Damit gibt es einen Monat früher Geld. Das sei die schnellste Hilfe, die das Bundeslandwirtschaftsministerium leisten könne, sagte Agrarministerin Ilse Aigner heute in Berlin. Die um einen Monat vorgezogene Auszahlung hatte die EU ihren Mitgliedstaaten gewährt. Aigner präsentierte die Maßnahme heute im Rahmen ihres Sofortprogramms Landwirtschaft. Es soll vor allem Liquiditätsengpässe lindern. (agrarzeitung)

19.11.2009

Aigner schüttet Geld an Landwirte aus 

Ein Gesamtvolumen von 1,2 Mrd. € verteilt Bundesagrarministerin Ilse Aigner als erste Amtshandlung an Landwirte. Den Hilfen müssen der Bundestag und die EU noch zustimmen. Damit hat Aigner heute den Verteilungsschlüssel für das Sofortprogramm Landwirtschaft aus dem Koalitionsvertrag und den kürzlich beschlossenen EU-Milchhilfen vorgestellt. Es profitieren vor allem die Milchlandwirte. In den Jahren 2010 und 2011 gibt es eine zusätzliche Grünlandprämie von 37 €/ha und eine Kuhprämie von 20 € pro Tier. Die Bundesregierung steuert Geld in die landwirtschaftliche Unfallversicherung bei, sodass die Versicherungen die Beiträge für alle Landwirte 2010 und 2011 um 45 Prozent im Durchschnitt senken. Außerdem wird das Liquiditätshilfeprogramm der Rentenbank verlängert. Hinzu kommen die bereits lange bekannten niedrigeren Agrardieselsteuern. Die nationalen Maßnahmen will Aigner in das Wachstumsbeschleunigungsgesetz der Bundesregierung aufnehmen lassen. Das Gesetz soll Mitte Dezember den Bundestag durchlaufen. Außerdem benötigt Aigner noch eine Zusage aus Brüssel für ihre neuen Prämien. Mündlich habe sie diese bereits erhalten, kommende Woche soll sie offiziell werden, sagte Aigner heute vor Journalisten in Berlin. Die erste Entlastung sollen die Landwirte im Februar 2010 spüren, wenn die niedrigeren Beitragsbescheide der Unfallversicherung kommen. Für die Kuhprämie müssen die Betriebe Anträge bei den Ländern stellen. Nach den Plänen von Aigner sollen sie das Geld Mitte 2010 erhalten. Die Grünlandprämie soll antragslos auf die normalen Direktzahlungen im Dezember 2010 aufgeschlagen werden. (agrarzeitung)

18.09.2009

Agrarminister wollen Modulation abschaffen

Auch nach 2013 soll es stabile Direktzahlungen in der EU geben. Darauf haben sich die Agrarminister der Länder heute bei ihrer Herbstkonferenz in Eisleben (Sachsen-Anhalt) verständigt. Direktzahlungen seien auch weiterhin notwendig, damit die Bauern die von der Gesellschaft erwünschten Leistungen erbringen können. Die Pflege der Kulturlandschaft, die Sicherung der hohen europäischen Standards im Tier-, Verbraucher- und Umweltschutz oder die Erhaltung vitaler ländlicher Räume seien nicht zum Nulltarif möglich. Deshalb soll das bisherige Zwei-Säulen-Modell der Gemeinsamen Agrarpolitik bestehend aus Direktzahlungen und gezielten Maßnahmen für den ländlichen Raum weitergeführt werden. Allerdings müsse es in Zukunft größere regionale Spielräume und eine einfachere Umsetzung geben. Auch soll nach 2013 die Modulation, also die nachträgliche Umschichtung von Geldern von der ersten in die zweite Säule wieder abgeschafft werden. Die Agrarminister der Länder fordern stattdessen von Anfang an für den gesamten Finanzierungszeitraum bis 2020 eine eindeutige und verlässliche Finanzierungsgrundlage für beide Säulen. (Top Agrar)

14.09.2009

Kein Kurswechsel bei der BVVG

Bei der Privatisierung der ehemals volkseigenen landwirtschaftlichen Flächen wird es aller Voraussicht nach keinen Kurswechsel, sondern allenfalls Korrekturen an einzelnen Stellschrauben geben. „Es geht nicht um die grundsätzliche Ausrichtung, sondern um Detailfragen“, hieß es vergangene Woche im Bundesfinanzministerium. Das seit Anfang 2007 geltende Privatisierungskonzept werde nicht in Frage gestellt. Zuvor hatten sich Vertreter der zuständigen Bundesressorts sowie der ostdeutschen Landwirtschaftsministerien zu einer ersten Runde in Berlin getroffen. Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe soll nunmehr bis Ende September Vorschläge erarbeiten, bevor dann Anfang Oktober die beteiligten Minister und Staatssekretäre versuchen sollen, sich politisch zu einigen. Das Bundesfinanzministerium bekräftigte nochmals, dass die Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft (BVVG) vor Abschluss der Gespräche keine Flächen zum Verkauf und zur Verpachtung ausschreiben werde. Das Moratorium werde allerdings längstens bis Ende dieses Jahres bestehen bleiben. Im Hinblick auf die Verkaufsmodalitäten wurden Forderungen laut, die auf eine Streckung des Privatisierungszeitraums hinauslaufen. Zudem ist eine Reduzierung der Losgröße ebenso ein Thema wie eine Flexibilisierung der Beschränkungen bei Direktverkäufen. Abzuwarten bleibt, inwieweit den Länderforderungen nach Änderungen bei der Preisermittlung Rechnung getragen wird, um Preissprünge zu vermeiden, wie sie zum Teil in den letzten Jahren zu verzeichnen waren. (Top Agrar)

10.09.2009

BVVG-Privatisierungskonzept wird überarbeitet

Am Mittwoch haben sich in Berlin Bund und neue Länder getroffen, um über das Konzept zur Privatisierung der BVVG-Flächen zu beraten. Wie das thüringische Agrarministerium mitteilt stimmten alle darin überein, dass sich die 2006 vereinbarten Grundzüge bewährt haben, aber insbesondere hinsichtlich der Preisbildung für Verkauf und Verpachtung von BVVG-Flächen der Überarbeitung bedürfen. Hauptkritikpunkt war die Vorgehensweise der BVVG bei den Ausschreibungen der Flächen zum Höchstpreis. Das führe zu Preistreiberei sowohl bei den Grundstücks- als auch den Pachtpreisen, wobei Thüringen aufgrund des Auslaufens der langfristigen Pachtverträge in 2009 und 2011 besonders betroffen ist, so das Erfurter Ministerium. In Berlin haben die Minister und Staatssekretäre daher folgendes vereinbart:

1. Die BVVG setzt bis Ende 2009 bzw. bis zum Inkrafttreten eines überarbeiteten Konzeptes die Privatisierung von Flächen über Ausschreibungen aus.

2. Die Privatisierung über das Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz (EALG) wird fortgesetzt.

3. Direktverkäufe finden weiterhin statt.

Innerhalb der nächsten 14 Tage nimmt eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe Verhandlungen auf, um das Verfahren zur Preisbildung für Verkäufe und Pacht so zu definieren, dass Preissprünge wie in der Vergangenheit vermieden und agrarstrukturelle Belange angemessen berücksichtigt werden. Zudem soll das Verfahren für Direktverkäufe flexibilisiert werden. Die Minister und Staatssekretäre des Bundes und der neuen Länder werden Anfang Oktober 2009 das Verhandlungsergebnis bewerten. Die überarbeitete Fassung des Privatisierungskonzeptes soll am 1. Januar 2010 wirksam werden. (Top Agrar)

09.09.2009

Faire Preise für BVVG-Flächen

Künftig werden ortsübliche Bodenpreise für die Ausschreibung und Verpachtung von  BVVG-Agrarflächen ermittelt. Auf diesen Grundsatz haben sich heute in Berlin die ostdeutschen Landwirtschaftsminister mit dem Bundesfinanzministerium geeinigt. Bis zum Jahresende soll die Privatisierung landwirtschaftlicher Flächen durch die Bodenverwertungs- und verwaltungs GmbH (BVVG), Berlin,  neu geordnet werden. Die ostdeutschen Ländern hatten im Sommer die Ausschreibungen der BVVG-Flächen nach Höchstgeboten kritisiert. Die Bodenpreise sind seit Jahresanfang enorm gestiegen, vielen Landwirten fehlte zum Kauf das Geld. Daraufhin hatte das Bundesfinanzministerium die Ausschreibungen zum Verkauf von BVVG-Flächen gestoppt. Grundlage für die künftige Preisermittlung bei der Ausschreibung von BVVG-Flächen sollen Gutachten von Sachverständigen in den Regionen sein. In die Preisermittlung werden die Preise von allen Markteilnehmern einbezogen. „Bei Flächenverkäufen in Mecklenburg-Vorpommern lagen die Hektar-Preise der BVVG-Flächen im Durchschnitt um 66 Preisen über den Preisen anderer Anbieter", sagte Agrarminister Till Backhaus nach dem Treffen in Berlin.  Auch die Einschränkungen beim Flächenerwerb werden aufgehoben. Bislang konnten Pächter von BVVG-Flächen nur bis zu 50 Prozent der Fläche, maximal bis zu 450 ha, zum Verkehrswert kaufen. Hier verspricht Backhaus eine flexiblere Lösung. (Agrarzeitung)